HNA-Gartenwochen

Hobbygärtner, macht euch bereit

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Hat immer einen Gartentipp parat: Jürgen Völlmecke vom Gartencenter Meckelburg empfiehlt jetzt Blaukissen zu pflanzen – die Staude ist frostsicher und bringt Farbe ins Beet.

Der April macht was er will. Umso wichtiger ist es für Hobbygärtner, das Wetter im Blick zu haben und sich genau dann an die Arbeit zu machen, wenn Regen und Sturm mal Pause haben.

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Denn wer im April gut vorarbeitet kann sich im Sommer an zahlreichen Blüten, Früchten und knackigem Gemüse erfreuen. Wir haben Jürgen Völlmecke, Verkaufsleiter im Gartencenter Meckelburg in Fuldabrück gefragt, was jetzt im Garten zu tun ist und was es dabei zu beachten gilt.

Herr Völlmecke, welche Blumen haben jetzt Saison? 

Jürgen Völlmecke: Der April ist ein klassischer Übergangsmonat: Hornveilchen und Stiefmütterchen haben jetzt noch Saison, für Sommerblumen ist es aber definitiv noch zu früh. Eigentlich sollte man mit den Sommerblumen bis zu den Eisheiligen warten. Wer sie schon früher pflanzt muss auf jeden Fall bis Mitte Mai mögliche Nachtfröste im Blick haben. Ein Fehler, der immer noch oft gemacht wird, ist, Geranien zu früh zu kaufen. Die werden dann bei Frost kurzerhand in die Garage gestellt – dort erfrieren sie zwar nicht, aber die Blüten werden taub und wachen erst im Juli wieder auf. Geranien vertragen überhaupt keine Dunkelheit, deshalb sollte man mit dem Kauf bis zum endgültigen Pflanztermin warten.

Wie kann ich mir schon jetzt Farbe ins Beet holen? 

Völlmecke: Es ist Staudenzeit: Jetzt kann man prima Sonnenhut, Rittersporn und Blaukissen pflanzen. Wichtig ist dabei, große Stauden abzustützen und den Rittersporn vor Schnecken zu schützen. Schwere Böden sollten mit etwas Sand locker gemacht und mit einem organischen Startdünger versorgt werden. Ansonsten sind Stauden sehr pflegeleicht und wachsen schon im ersten Jahr zu stattlichen Pflanzen heran. Vorsicht ist beim tränenden Herz geboten: Die Staude ist nicht frostsicher und sollte bei sehr kalten Nächten mit einem Eimer oder einem größeren Blumentopf geschützt werden.

Können die Kübelpflanzen jetzt schon ohne Bedenken auf die Terrasse? 

Völlmecke: Überwinterte Kübelpflanzen sollten grundsätzlich nur so lange drin stehen, wie unbedingt nötig. Phönix, Hanfpalme, Oleander und Olivenbäumchen sollte man jetzt rausstellen. Am besten erst einmal an einen schattigen Platz, denn Pflanzen, die im Haus standen, laufen Gefahr einen Sonnenbrand zu bekommen – und diese Schäden sind irreparabel. Enziansträucher lässt man lieber noch ein bisschen drinnen. Margeriten können auch schon raus, sollten aber bei Nachtfrösten noch mal ins Haus geholt werden.

Kann man schon Tomaten und Gurken pflanzen? 

Völlmecke: Wer über ein Gewächshaus verfügt, kann schon Tomaten pflanzen. Um sie bei sehr kalten Nächten zu schützen, reicht es schon, eine Kerze in einer Laterne mit ins Gewächshaus zu stellen. Mit Gurken sollte man noch bis Mai warten – die mögen es nicht, wenn die Temperaturen unter fünf Grad fallen.

Wie sieht es mit Obst aus? 

Völlmecke: Jetzt ist ein optimaler Zeitpunkt um Obst zu pflanzen. Äpfel, Birnen und Pfirsiche blühen nicht nur unglaublich schön, sondern tragen oft auch schon im ersten Standjahr erste Früchte. Der junge Baum muss mit einem Baumpfahl gestützt werden. Auch Beerensträucher wie Johannis- und Stachelbeere können jetzt gepflanzt werden – deren Früchte kann man meist schon im ersten Jahr ernten. Ein weiterer Vorteil: Beerensträucher sind Pollenspender und locken Bienen und Hummeln in den Garten.

Wie pflege ich meinen Rasen richtig? 

Völlmecke: Im April sieht der Rasen immer am schlimmsten aus. Gerade nach so einem milden Winter findet sich im heimischen Grün mehr Moos als Gras und auch kahle Stellen fallen dann ins Auge. Wichtig ist, den Rasen jetzt richtig zu düngen. Dabei kommt es mehr auf eine ausgewogene Düngung an als auf einen hohen Kalkgehalt. Eventuell muss der Rasen auch vertikutiert werden. Mit dem Nachsäen der kahlen Stellen sollte noch bis Ende April gewartet werden. Dann sollte man darauf achten, ein qualitativ sehr hochwertiges Saatgut zu verwenden, da sich dieses besser ausbreitet.

Von Eva-Maria Biedenbach

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