Neuerungen für Hundehalter

Gassi-Pflicht für Hunde ab 2021: Neue Regeln für Züchter und Halter

Neben neuen Regelungen für Hundehalter sollen auch Hundezüchter und Nutztier-Transporte neue Vorschriften bekommen.
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Neben neuen Regelungen für Hundehalter sollen auch Hundezüchter und Nutztier-Transporte neue Vorschriften bekommen.

Mit dem Hund Gassi gehen wird für Hundebesitzer bald zweimal täglich zur Pflicht. Auch Hundezüchter erwarten 2021 neue Vorgaben.

  • Es gibt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft einen neuen Verordnungsentwurf.
  • Dieser besagt, dass Hundehalter zweimal am Tag mit ihrem Hund Gassi gehen müssen.
  • Neben Hundehaltern werden auch Hundezüchter und Tiertransporte von den neuen Regeln betroffen sein.

Bonn - In der Zeit des Lockdowns in der Coronavirus-Pandemie* haben sich viele Arbeitnehmer im Home-Office einen Hund zugelegt. Ein Grund: Durch die Arbeit zu Hause kann die Eingewöhnungszeit für Hunde und Besitzer angenehmer sein. Doch auch die Tiere haben Bedürfnisse.

Ministerium

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Gründung

1949

Hauptsitz

Bonn

Bedienstete

circa 900

Behördenleitung

Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft

Tochterunternehmen

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, etc.

Mehr Gassi gehen und Leben der Hunde verbessern: Landwirtschaftsministerium will neue Regeln setzen

Um das Leben vieler Hunde in Deutschland zu verbessern, hat das Bundeslandwirtschaftsministerium nun eine neue Verordnung entworfen. Sie soll in den ersten Monaten des Jahres 2021 verkündet werden. Neben den privaten Hundehaltern sollen dann auch Hundezüchter und Nutztier-Transporte neue Vorschriften bekommen, wie RUHR24.de* berichtet.

Ein Punkt in dem Entwurf zum verbesserten Tierschutz ist die Zeit, die Hunde alleine bleiben dürfen. Denn künftig soll es verboten sein, seinen Hund den ganzen Tag alleine zu Hause zu lassen.

Zweimal täglich Gassi gehen oder vor die Tür: Bewegung und Fürsorge sind für Hunde besonders wichtig

Mehrmals täglich muss eine Betreuungsperson sich um den Hund kümmern. Wobei egal ist, ob es sich dabei um den Hundehalter oder eine beauftragte Person handelt. Besonders bei hohen Temperaturen sollten Hundebesitzer auf ihre Vierbeiner gut aufpassen*.

Zudem muss gewährleistet sein, dass der Hund zweimal am Tag Auslauf hat. Bedeutet: Künftig sollen Hundehalter zweimal am Tag mit ihrem Hund für rund eine Stunde Gassi oder allgemein vor die Tür gehen: "Einem Hund ist mindestens zweimal täglich für insgesamt mindestens eine Stunde Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers zu gewähren", heißt es in dem Entwurf der Verordnung. 

Hundehalter und Hundezüchter sollen neue Regeln einhalten: Zweimal täglich Gassi gehen und viel Auslauf

Hunde dauerhaft an Ketten oder Leinen zu halten, soll laut dem Entwurf künftig auch verboten sein. Ausstellungen mit leidenden Hunden, denen Körperteile amputiert wurden, sollen auch untersagt werden.

Aber auch Hundezüchter sind betroffen: Sie sollen künftig strengeren Regeln unterstehen. So sollen Hundezüchter maximal drei Hündinnen mit Welpen gleichzeitig betreuen dürfen (mehr Service-Artikel auf RUHR24.de*).

Künftig sollen Hundehalter mindestens zwei Mal am Tag mit ihrem Hund Gassi gehen.

Neue Regeln für Hundezüchter: Welpen sollen mindestens einmal täglich Auslauf haben

Aber auch Wurfkisten sollen neue Vorgaben bekommen, etwa was die Größe und die Temperatur betrifft. Eine Wurfkiste ist eine aus verschiedenen Materialien gefertigte Kiste, die in der Hundezucht während der Geburt und der Aufzucht eines Wurfes Welpen verwendet wird. Sie schützt die Welpen in den ersten Lebenswochen vor Zugluft und Erdrücken durch die Hündin und vereinfacht die hygienische Versorgung.

In den ersten beiden Wochen muss in den Wurfkisten eine Temperatur von mindestens 18 Grad Celsius herrschen. Zudem steht jedem Hundewelpen einmal täglich Auslauf zu, so die geplante neue Regelung.

Laut dem Bundeslandwirtschaftsministerium sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse der Grund für den neuen Verordnungsentwurf. Für Hunde sei es besonders wichtig, erstmal unabhängig der Rasse, genug Bewegung und auch Kontakt mit "Umweltreizen" zu bekommen.

Tierschutz auch bei Nutztieren: Regierung will Bedingungen von Nutztier-Transporten verbessern

Die neuen Vorgaben in dem Entwurf betreffen neben Hunden auch Nutztiere. Denn die Bundesregierung soll einen besseren Tierschutz bei dem Transport von Nutztieren anstreben.

Video: Hunde müssen zweimal am Tag raus: Bundesregierung plant Gassi-Vorschrift!

Dafür soll eine neue Regelung beim Transport innerhalb Deutschlands sorgen: Wenn bei einem Transport nicht sichergestellt werden kann, dass jederzeit weniger als 30 Grad Celsius im Transporter herrscht, darf der Transport eine Länge von 4,5 Stunden nicht überschreiten*RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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