Gratis, aber mit Haken

In Italien können Sie Burgherr werden - unter dieser Bedingung

+
In Italien sollen nun Burgen und Schlösser an private Investoren vermittelt werden.

Sie haben schon mal davon geträumt, eine Burg oder ein Schloss zu besitzen? In Italien haben Sie nun die Möglichkeit - aber nicht ohne eine Bedingung.

Einmal im Leben Ritter oder Prinzessin zu sein - das ist der Wunsch vieler Jungen und Mädchen. In Italien könnte diese Vorstellung zur Wirklichkeit werden. In diesem Jahr sollen 103 geschichtsträchtige Gebäude wie Burgen, Schlösser und Villen neue Bewohner finden. Doch was steckt hinter dem Konzept?

Historische Gebäude in Italien sollen den Besitzer wechseln

Die Initiative "Cammine e percorsi" (dt.: Wander- und Radwege), die das italienische Kultusministerium zusammen mit der Agentur für Staatseigentum gegründet hat, möchte den Tourismus in abseits gelegenen Regionen stärken, wie Huffington Post berichtet. Die historischen Gebäude liegen hauptsächlich an beliebten Pilgerrouten wie der Via Appia oder der Via Francigna.

Neben Burgen und Schlössern sind darunter auch alte Bahnhöfe, Bauernhäuser und Leuchttürme aufgelistet. Zu den bekanntesten Gebäuden gehören das Castello die Montefiore aus dem 13. Jahrhundert oder das Castello Orsini-Odescalchi in der Nähe von Rom. Diese Burg ist eng verknüpft mit den Adelsgeschlechtern der Orsini und der Borgia, von denen auch einige Päpste abstammen.

Neue Besitzer sollen den Tourismus ankurbeln

Die Einrichtungen sollen nun "einen Anreiz für Pilger, Wanderer und Radfahrer bieten", heißt es im offiziellen Bericht. Deshalb sollen die leerstehenden Gebäude renoviert werden, um mehr Touristen in die weniger besuchten Regionen des Landes zu locken. Das ist zumindest die Vorstellung von Roberto Reggi, dem Vorsitzenden der Agentur für Staatseigentum.

Falls Sie nun Interesse an einer italienischen Burg oder einem Landhaus haben, benötigen Sie lediglich einen ausgearbeiteten Business-Plan, mit dem Sie die Agentur für Staatseigentum überzeugen können. Interessenten können ihre Vorschläge bis zum 26. Juni einreichen. Beispielsweise könnten in den historischen Anlagen neue Wellness-Hotels oder Gastronomiebetriebe entstehen.

Falls der Plan den Behörden gefällt, wird dem Interessenten das Gebäude für neun Jahre überlassen - natürlich mit Aussicht auf Verlängerung. Vor allem Hotelliers und Tourismus-Unternehmen dürfte diese Idee gefallen. Gleichzeitig möchte das Ministerium die Touristen-Hotspots wie Rom, Venedig, Mailand oder Florenz entlasten. Der hohe Besucher-Andrang setze den Städten nämlich zusehends zu.

Falls Ihnen das hektische Treiben auf einer Touristen-Burg zu hektisch ist: In Österreich wurde vor kurzem ein Eremit für eine Klause gesucht.

Wie im Märchen: Die schönsten Burghotels Deutschlands

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.