Programm, Grad & Waschmittel

Jeans in die Waschmaschine? Das müssen Sie dazu wissen

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Manch einer rät vollkommen davon ab, Jeans zu waschen. Wenn Sie es doch tun, sollten Sie einiges beachten.

Die einen waschen ihre Jeans nach jedem Tragen, die anderen einmal im Monat. Doch wie oft ist wirklich gut und worauf muss ich achten? Hier finden Sie Antworten.

Die Jeans ist für die meisten nicht aus dem Schrank wegzudenken. Schließlich passt sie so gut wie überall dazu und ist ziemlich robust. Wer einmal seine Lieblingsjeans gefunden hat, will oft keine andere mehr: Damit diese aber auch lange hält und gut sitzt, muss sie richtig gewaschen werden. Denn so mancher Fehler kann sie innerhalb kürzester Zeit recht unansehnlich machen. Was Sie zu Waschprogramm, Waschmittel und Weichspüler wissen müssen, erfahren Sie hier.

Wie oft müssen Jeans gewaschen werden?

Wer sein Jeans nach einmal Tragen schon wieder in die Waschmaschine steckt, nimmt in Kauf, dass sie relativ schnell ausbleicht und ausleiert.  Es gibt aber auch das genaue Gegenteil, nämlich Leute, die ihre Jeans niemals waschen - so wie Chip Berg, Chef des bekannten Jeansherstellers Levi's. Seiner Meinung nach zerstöre die Wäsche nur die Passform der Jeans. Stattdessen gäbe es bessere Möglichkeiten das Beinkleid frisch zu halten - zum Beispiel eine Nacht in der Kühltruhe.

Tatsächlich würden sich nach Meinungen von Forschern die Anzahl an Keimen und Bakterien in Jeans, die selten bis nie gewaschen werden, in Grenzen halten - trotzdem sei es empfehlenswert das Paar Jeans wenigstens einmal im Monat zu waschen oder wenn es häufiger sein soll, nach vier- bis fünfmaligem Tragen. (Mehr zu dem Thema lesen hier.) Bei Hosen mit hohem Stretch-Anteil ist es sogar alle zwei Wochen der Fall.

Was mit einer Jeans alles passieren kann:

Bei wieviel Grad werden Jeans gewaschen?

In der Regel lassen sich leicht verschmutzte Jeans bei 30 Grad waschen. Jeans aus reiner Baumwolle dürfen auch mal bei 60 Grad in die Maschine, wenn sie extrem verschmutzt sind. Allerdings nur, wenn keine Verzierungen wie Glitzersteinchen oder Nieten darauf sind. In diesem Fall stecken Sie die Jeans lieber in einen Waschbeutel und waschen bei niedrigerer Temperatur. Generell sollten Jeans vor der Wäsche immer auf links gedreht werden.

Bei Stretch-Jeans müssen Sie aufgrund dem hohen Anteil an Elasthan außerdem noch vorsichtiger sein. Stellen Sie nicht mehr als 30 Grad ein, da die wärmeempfindlichen Fasern ansonsten schneller ausleiern oder an verschiedenen Stellen ausbeulen. 

Beachten Sie allerdings vor der Wäsche auch immer die Herstellerangaben auf dem Etikett.

Erfahren Sie hier: Was Sie beim Waschen der Bettwäsche wissen sollten.

Das ist das richtige Programm, um Jeans zu waschen

Wer eine Waschmaschine besitzt, die ein spezielles Jeanswaschprogramm besitzt, hat das große Los gezogen. Doch auch diejenigen, die diese Funktion nicht besitzen, sollten mit einem Programm für Fein- oder Buntwäsche kein Problem haben. Wer seine Jeans öfter wäscht oder vorsichtiger sein will, nutzt den Schonwaschgang - ebenso bei Stretch-Jeans.

Bei wie vielen Umdrehung müssen Jeans geschleudert werden?

Handelt es sich um normale Baumwolljeans sind 1.000 Umdrehungen beim Schleudern empfehlenswert. Es sollten aber keinesfalls mehr als 1.200 sein, da das Gewebe ansonsten zu stark strapaziert wird.

Stretch-Jeans müssen hier ebenfalls wieder gesondert behandelt werden, da die empfindlichen Fasern bei einer zu hohen Umdrehungszahl reißen könnten. Dadurch kommen unschöne Beulen an den Stellen um das Knie oder im Bereich der Sitzfalten zustande. Schleudern Sie Stretch-Jeans also nicht bei mehr als 700 Umdrehungen in der Minute.

Auch interessant: Mit diesem Trick retten Sie eingelaufene Jeans.

Jeans waschen: Welches Waschmittel brauche ich?

Bei Jeans sind sie mit einem Bunt- oder Feinwaschmittel gut beraten. Lassen Sie allerdings die Finger von Vollwaschmitteln, da diese Bleichmittel enthalten, die den Jeans die Farbe nehmen. Colorwaschmittel hingegen helfen dabei, dass die Farben strahlend bleiben. Ebenso sind Flüssigwaschmittel besser, da diese ebenso wenig Bleichmittel enthalten und keine Rückstände auf der Wäsche hinterlassen.

Jeans waschen: Brauche ich Weichspüler?

Auf Weichspüler sollten Sie beim Waschen von Jeans verzichten. Die Hose verliert dadurch ihre Passform, weil sie ausleiert und an Robustheit verliert. Das merken Sie vor allem daran, dass das Beinkleid anfängt Flusen zu bilden - es bedeutet, dass Faserteile verloren gehen.

Bei Stretch-Jeans ist es noch schlimmer: Der Weichspüler greift das enthaltene Elasthan an, das für die Elastizität sorgt. Die Folge: Die Jeans beulen umso mehr aus.

Lesen Sie hier: So waschen Sie die Daunendecke ohne Verklumpungen.

Kann ich Jeans mit Essig waschen?

Mit weißem Essig lässt sich ebenfalls Schmutz aus den Jeans entfernen: Dazu legen Sie die Hose in ein Waschbecken, das Sie mit kaltem Wasser füllen und geben etwas von dem Hausmittel hinzu. Nachdem das Beinkleid eine Stunde in der Mischung eingeweicht wurde, wringen Sie es vorsichtig aus und lassen es am Wäscheständer trocknen.

Ein weiterer Trick ist, den Essig einfach in den letzten Waschgang zu geben - ein kleiner Spritzer reicht. Da er sauer ist, schützt er die Fasern vor basischen Waschlaugen und sorgt somit dafür, dass die Farben nicht ausbleichen.

So trocknen Sie Jeans nach dem Waschen

Reine Baumwolljeans können Sie in den Trockner geben, wenn Sie die Temperaturen und Umdrehungszahlen niedrig halten. Allerdings ist es schonender für das Beinkleid, wenn Sie es einfach auf dem Wäscheständer aufhängen und dort etwas in Form ziehen. Besonders dunkle Jeans sollten Sie allerdings vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, damit sie nicht ausbleichen.

Passend dazu: So bleicht schwarze Wäsche beim Waschen nicht mehr aus.

fk

Machen Sie beim Wäsche waschen bloß nicht diese Fehler

Werfen Sie Kleidung nie mit geöffnetem Reißverschluss in die Maschine. In den Zähnen können sich dünne Stoffe - wie bei Blusen - leicht verhaken und Löcher verursachen.
Werfen Sie Kleidung nie mit geöffnetem Reißverschluss in die Maschine. In den Zähnen können sich dünne Stoffe - wie bei Blusen - leicht verhaken und Löcher verursachen. © pixabay
Dass die Wäsche nach Farben sortiert werden sollte, ist mittlerweile jedem bekannt: Dunkel, hell und farbig verträgt sich nicht gut - und führt zu unschönen Verfärbungen der Kleidung. Doch achten Sie auch auf das Material der Kleidungsstücken: Nicht alle Textilien haben die gleichen Reinigungsanforderungen.
Dass die Wäsche nach Farben sortiert werden sollte, ist mittlerweile jedem bekannt: Dunkel, hell und farbig verträgt sich nicht gut - und führt zu unschönen Verfärbungen der Kleidung. Doch achten Sie auch auf das Material der Kleidungsstücken: Nicht alle Textilien haben die gleichen Reinigungsanforderungen. © pixabay
Vergessen Sie nicht, dunkle Wäsche auf links zu drehen, bevor Sie sie in die Waschmaschine stecken - dann färbt sie nicht so schnell aus.
Vergessen Sie nicht, dunkle Wäsche auf links zu drehen, bevor Sie sie in die Waschmaschine stecken - dann färbt sie nicht so schnell aus. © pixabay
Auf Weichspüler können Sie beim Waschen getrost verzichten. Er macht die Wäsche zwar weicher und geschmeidiger, trägt aber nicht viel dazu bei, dass die Kleidung sauberer wird.
Auf Weichspüler können Sie beim Waschen getrost verzichten. Er macht die Wäsche zwar weicher und geschmeidiger, trägt aber nicht viel dazu bei, dass die Kleidung sauberer wird. © pixabay
Auch auf spezielle Mittel zur Entkalkung können Sie verzichten, da die meisten Waschmittel diese ohnehin enthalten.
Auch auf spezielle Mittel zur Entkalkung können Sie verzichten, da die meisten Waschmittel diese ohnehin enthalten. © pixabay
Für bestimmte Kleidungsstücke wie Badeanzüge empfiehlt sich die Handwäsche und nicht die Waschmaschine. Der Grund? Beim Schleudern kann sich der Stoff verknoten oder ausleiern.
Für bestimmte Kleidungsstücke wie Badeanzüge empfiehlt sich die Handwäsche und nicht die Waschmaschine. Der Grund? Beim Schleudern kann sich der Stoff verknoten oder ausleiern. © pixabay
Oft werden Waschmaschinen bis zum Rand vollgestopft, um möglichst viel Wäsche auf einmal zu reinigen. Doch je mehr Kleidungsstücke Sie hineinverfrachten, umso weniger sauber werden sie. Es sollte immer noch ein wenig Luft in der Maschine sein.
Oft werden Waschmaschinen bis zum Rand vollgestopft, um möglichst viel Wäsche auf einmal zu reinigen. Doch je mehr Kleidungsstücke Sie hineinverfrachten, umso weniger sauber werden sie. Es sollte immer noch ein wenig Luft in der Maschine sein. © pixabay
Wenn Sie mehrere Waschgänge benötigen, um den Waschberg zu bewältigen, dann tun Sie das am besten gleich nacheinander. So kann die Maschine noch die Restwärme vom vorangegangenen Waschgang verwerten und Sie sparen etwas Strom.
Wenn Sie mehrere Waschgänge benötigen, um den Waschberg zu bewältigen, dann tun Sie das am besten gleich nacheinander. So kann die Maschine noch die Restwärme vom vorangegangenen Waschgang verwerten und Sie sparen etwas Strom. © pixabay
Beim Waschpulver sollten Sie nicht übertreiben: Zu viel davon kann zu weißen Flecken auf der Kleidung sorgen. Und wer das Fach nicht richtig säubert, riskiert, dass sich Schimmelporen bilden, die später an der Kleidung haften.
Beim Waschpulver sollten Sie nicht übertreiben: Zu viel davon kann zu weißen Flecken auf der Kleidung sorgen. Und wer das Fach nicht richtig säubert, riskiert, dass sich Schimmelporen bilden, die später an der Kleidung haften. © pixabay

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