Jetzt solar heizen

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Täglich von der Sonne profitieren: Beim Duschen, Zähneputzen oder Abwaschen kommt das warme Wasser vom Kollektor auf dem Dach.

Die Temperaturen steigen, die Heizölpreise sowieso. Gute Gründe für Hausbesitzer, jetzt auf solares Heizen umzusteigen – zumal der Staat den Wechsel in diesem Jahr wieder attraktiv fördert.

Seit der Neuauflage des sogenannten Marktanreizprogramms beträgt der staatliche Zuschuss bei einem Einfamilienhaus rund 1800 Euro. „Das macht bei einer Gesamtinvestitionssumme von 10 000 bis 12 000 Euro, die eine Solarwärmeheizung mit Flachkollektoren kosten würde, rund 15 Prozent aus“, sagt Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Deutlich mehr Rendite als ein Sparbuch

Hinzu kommt, dass die Investition in solare Wärme eine lohnenswerte Rendite verspricht. „Eine gut geplante Solarthermie-Anlage mit hochwertigen Komponenten hält mehrere Jahrzehnte“, betont Carsten Körnig. Rechnet man die stark steigenden Öl- und Gaspreise, Inflationsrate und Energieeinsparung durch moderne Technologie ein, bringt eine Solarthermie-Anlage zur Heizungsunterstützung eine Rendite von bis zu 4,6 Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: Ein Sparbuch garantiert aktuell zwischen 0,25 und 1,5 Prozent Jahreszins, ein Tagesgeldkonto 1,1 bis 2,2 Prozent.

„Wer klug vorsorgen will, sollte auf solares Heizen setzen“, rät Körnig. „Kaum eine andere Form der Geldanlage bringt eine ähnlich sichere Rendite.“ Das sehen offenbar auch immer mehr Verbraucher so, wie die steigenden Absatzzahlen für Solarthermie-Kollektoren zeigen: Von Januar bis Februar wurden rund 33 Prozent mehr Röhren- und Flachkollektoren verkauft als noch im Vorjahreszeitraum.

Über drei Millionen Heizkessel gelten in Deutschland als überaltert, jährlich werden 750 000 Kessel ausgetauscht. Bundesweit sind über 1,5 Millionen Solaranlagen für Warmwasser und Heizung in Betrieb. Die beste Jahreszeit für einen Wechsel der Heizungsanlage sind die Frühlings- und Sommermonate.

Für jede Situation gibt es eine Möglichkeit

Für die Errichtung einer Solaranlage eignet sich eine Dachfläche mit einer Neigung von 20 bis 60 Grad am besten – möglichst zwischen Südost und Südwest ausgerichtet und schattenfrei. Aber auch eine Montage auf Flachdächern, an den Außenwänden und selbst eine Aufstellung im Garten sind möglich.

Wer ohnehin einen Neubau plant, erwirbt das Solarthermie-System besonders günstig: In der Regel können zusätzlich 20 Prozent der Errichtungskosten eingespart werden. (nh)

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