Gartenwochen

Kindertraum in den Wipfeln

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In Mitten der Baumkrone kann ein heimeliges Reich für die Kinder entstehen: Eltern können das Baumhaus auch selbst bauen.

Ein eigenes Baumhaus – das ist der Traum vieler Kinder. Der Rückzugsort und Geheimtreff zwischen raschelnden Blättern hat eine magische Anziehungskraft.

Der Bau ist aber kein Kinderspiel, sagt Susanne Woelk von der Aktion Das Sichere Haus. „Über ein gewisses handwerkliches Geschick sollte der Bauherr schon verfügen“.

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Nicht jeder Baum trägt eine Hütte. Er muss sich in einem vitalen und sicheren Zustand befinden, erklärt Architekt Andreas Wenning. Er darf kein totes Holz, Pilzbefall und Fäuleschäden haben. „Eichen, Linden oder große Apfel- oder Birnenbäume sind zu bevorzugen“, sagt Woelk. „Wenn der Stamm in einem Meter Höhe einen Umfang von etwa 80 Zentimeter hat, ist er ideal“, ergänzt Michael Pommer von der DIY-Academy. Sonst müssen Stelzen das Baumhaus nach unten hin abstützen.

Pommer empfiehlt, die Bodenplatte in Rautenform um den Stamm herum zu konstruieren. Möglich ist, das Baumhaus in eine Astgabelung zu setzen. „Eine Höhe von zwei Metern ist gut, wesentlich höher sollte es nicht werden.“

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Für Grundplatte und Aufbauten eignen sich Harthölzer wie Eiche oder Buche. „Sie sind sehr robust und verrotten schlecht“, sagt Pommer. Für den Rahmen empfehlen sich dicke, imprägnierte Kanthölzer, die mit Querverstrebungen im Abstand von maximal 60 Zentimetern stabilisiert werden. Pommer rät zu hochwertigen Edelstahlschrauben. Steht das Grundgerüst, wird der Dielenboden verlegt und mit der Unterkonstruktion verschraubt. Alternativen sind Sperrholzplatten.

Den Boden ins Geäst hängen

Der Boden wird im Geäst so fixiert, dass der Baum beweglich bleibt und weiterwachsen kann. „Die Konstruktion wird mit Edelstahlseilen oder belastbaren Spannseilen in den Baum gehängt“, erklärt Pommer. Diese werden in Stamm- oder Astgabeln angebracht, deren Äste einen Durchmesser von mehr als zehn Zentimetern haben, ergänzt Wenning. Sind doch Schrauben im Baum notwendig, sollten es möglichst wenige sein. „Ich rate, das nur bei Nadelhölzern zu tun, die durch ihr Harz die Entstehung von Fäule im Stamm verhindern“, sagt Wenning.

Alternativ empfiehlt Pommer die Absicherung der Plattform durch eine zweite kleinere und rautenförmige Plattform darunter. „Mit Pfosten von Ecke zu Ecke werden die Plattformen miteinander verbunden und so Gewicht von der oberen abgenommen.“ Die Wände bestehen aus Brettern, Sperrholz oder Segeltuch.

Sicherer Aufstieg

Leitern brauchen einen Sprossenabstand von 25 bis 28 Zentimetern. „Sind sie zu dicht gesetzt, können die Kinder dazwischen stecken bleiben“, erklärt Woelk. Sind sie zu weit, wird der Aufstieg gefährlich. Geländer sollten mehr als hüfthoch sein, am besten etwa 75 Zentimeter. „Die Latten stehen wiederum weniger als neun Zentimeter auseinander, damit die Kleinen nicht mit dem Kopf darin stecken bleiben können.“ Eine 20 Zentimeter dicke Sandschicht oder Rindenmulch am Boden mildert einen Sturz vom Baum ab. Pommer favorisiert Fallschutzmatten. (tmn)

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