Garten-Tipps

Auf diese Pflanzen sollten Sie in Ihrem Garten unbedingt verzichten – „Verbrechen an der Natur“

Kirschlorbeer und Bambus im Garten anzupflanzen, das ist bei Hobby-Gärtnern beliebt. Doch die Pflanzen haben einen folgenschweren Nachteil, erklärt ein Experte.

Wer Pflanzen für seinen Garten aussucht, entscheidet oft danach, wie pflegeleicht sie sind oder wie schön sie im Frühjahr und Sommer blühen könnten. Darum sind zum Beispiel Kirschlorbeer und Forsythien besonders beliebt. Aber auch der Bambus ist derzeit in Mode und wird darum häufig gepflanzt.

Ein Experte kritisiert diese Wahl aber nun aus einem anderen Gesichtspunkt: Diese Pflanzen – und viele andere – seien für die Umwelt nutzlos und sollten darum nach und nach aus unseren Gärten verschwinden.

Falsche Pflanzen im Garten: Harsche Kritik an Kirschlorbeer, Bambus und Forsythie

„Wer Kirschlorbeerhecken pflanzt, begeht ein Verbrechen an der Natur“, stellt NABU-Geschäftsführer Sönke Hoffmann mit klaren Worten fest. Selbst eine Betonmauer sei ökologisch wertvoller, da auf ihr mit der Zeit Flechten und Moose wachsen. Der Kirschlorbeer hingegen könne Vögeln gerade mal als Unterschlupf dienen, biete aber keinerlei Nahrung für die Tierwelt.

„In den vergangenen Jahren gab es eine Inflation dieser Sträucher, gemeinsam mit den ebenfalls exotischen Rhododendren verdrängen sie heimische Pflanzen. Damit verschwindet die Nahrungsgrundlage für Insekten und damit die Babynahrung vieler Vögel.“

Ähnlich steht es beim Bambus: Als Hecke diene er zwar als Sichtschutz, für Insekten halte er allerdings keine Nahrung bereit und eigne sich auch nicht als Nistplatz. Forsythien hingegen würden zwar in der Zeit blühen, in der Jungbienen auf der Suche nach Nahrung sind, allerdings produzieren die Blüten des Strauchs keine Pollen oder Nektar.

Der Kirschlorbeer ist häufig in deutschen Gärten anzutreffen.

Folgende Pflanzen und Blumen haben für Insekten und Tiere kaum Nutzen:

  • Bambus
  • Dahlien
  • Flieder
  • Forsythie
  • Gefüllter Schneeball 
  • Geranien
  • Hortensie
  • Kirschlorbeer 
  • Perückenstrauch
  • Pfingstrose
  • Rhododendron
  • Scheinhasel
  • Thuja
  • Zierkirsche 

Auch interessant: Unkraut oder Beikraut: Wo die Pflanzen lästig werden und welche Heilwirkung in ihnen steckt.*

Diese Gartenpflanzen sorgen für mehr Artenvielfalt

Wer seinem Garten etwas Gutes tun möchte, sollte laut Experten lieber auf einen naturnahen Garten mit einheimischen Blumen, Stauden, Sträuchern und Bäumen setzen. Darin finden zum Beispiel Vögel eine Vielzahl an Früchten und Samen, zudem werden Insekten angelockt.

Mit fremdländischen Pflanzen und deren Früchte können hiesige Vögel hingegen nichts anfangen, wie der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) erklärt. Zudem seien Zierpflanzen in der Regel von vornherein auf Unfruchtbarkeit gezüchtet und hätten somit keinen Nutzen für Insekten. Zu tier- und insektenfreundlichen Pflanzen für den Garten zählen unter anderem Brombeere, Eibe, Hainbuche, Haselnuss, Liguster, Roter Hartriegel, Schlehe, Vogelbeere und Weißdorn. (fk) *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie auch: Artenvielfalt: So sorgen Sie für blühendes Leben im heimischen Garten und auf dem Balkon.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

Rubriklistenbild: © H. R. Müller/Imago

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