Kranke Pflanzen kommen nicht auf den Kompost

Diese Rose ist krank. Das zeigen die weißen Flecken. Foto: Casey Hugelfink (CC BY-SA 2.0)

Jede Menge Grünabfälle eignen sich für den Kompost im Garten. Aber Vorsicht mit kranken Pflanzen - die können dem Haufen schaden.

Bonn (dpa/tmn) - Grünabfälle landen eigentlich auf dem Kompost. Aber nicht, wenn es sich um kranke oder von Schädlingen befallene Pflanzen handelt. Denn die Erreger und Tiere verbreiten sich dann weiter im Garten.

Bestimmte Schadpilze wie Asternwelke, Kohlhernie, Fusarium- oder Sklerotinia-Welke haben widerstandsfähige Sporen. Sie überleben, werden im Haufen bei der Bildung von guter Erde aus den Grünabfällen nicht 60 bis 70 Grad erreicht. Das ist laut Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW erst möglich, wenn der Haufen mindestens drei Kubikmeter umfasst. Das ist natürlich nicht in jedem Garten möglich.

Das gilt ebenfalls für die Dauersporen von Wurzelfäule an Erdbeerpflanzen und des Pilzes Cylindrocladium, der die Triebe am Buchsbaum absterben lässt. Möglich ist die Kompostierung bei Schorf, Mehltau, Blattfleckenkrankheiten oder einem Befall mit der Blattlaus. Aber das erkrankte Grünzeug sollte der Gärtner auf dem Haufen sofort mit Erde oder anderem dichten Material wie Grasschnitt abdecken.

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