Gemüse und Salat gehen überall

Kreative Pflanz-Ideen für bodenloses Gärtnern

Vertikales Gärtnern: In Tetrapacks wächst Pflücksalat.
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Vertikales Gärtnern: In Tetrapacks wächst hier Pflücksalat. Wichtig sind Abzugslöcher fürs Gießwasser.

Wie gut selbst angebautes Gemüse und frisch geernteter Salat schmecken, weiß jeder Gartenbesitzer. Aber auch „bodenlose“ Gärtner, die nur über Balkon oder Fensterbank verfügen, müssen auf frische Genüsse nicht verzichten. Viele Wege führen zum „Ernteglück auch ohne Garten“, erklären die Autoren Michael Breckwoldt und Johanna Baumjohann in ihrem neuen Buch.

Beim „Urban Gardening“ auf kleinem Raum ist viel Kreativität gefragt, damit die Ernte gelingt. Solange sie gut mit Licht, Luft, Wasser und Nährstoffen versorgt werden, ist es den meisten Kräutern, Salaten und Gemüsearten erst mal egal, ob sie im Gartenboden oder in einem mit Substrat gefüllten Gefä�� wachsen. Allerdings ist der Einfluss von Hitze, Kälte und Wind in einem Balkonkasten größer als im Garten.

Gartenbuchautor und Gartenblogger Michael Breckwoldt

Vertikale Beete sind zwar platzsparend, stellen aber auch erhöhte Anforderungen an Bewässerung und Nährstoffversorgung. Dies gilt auch für kleine Pflanzbehälter wie halbierte Tetrapacks und Konservendosen. Grundsätzlich gilt: je größer das Behältnis, desto einfacher die Pflege.

Die Autoren zeigen in ihrem Buch, wie Einsteiger pfiffige Pflanzelemente selber bauen können und stellen allerlei Recycling-Behältnisse auf den Prüfstand. Nicht jede ungewöhnliche Pflanzbehälter-Idee, die im Internet kursiert, hält dabei dem kritischen Experten-Check stand.

Da in den Pflanzgefäßen für Balkon, Terrasse und Hauswand Kräutern, Gemüse und Naschobst deutlich weniger Erde zum Wachsen zur Verfügung steht als im Freiland, muss man bei der Pflege einiges beachten – besonders beim Gießen und Düngen. Wichtig sei, so erklärt Breckwoldt, dass die Pflanzen das für sie passende Gefäß bekommen: „Pflanzen, die viel Blattvolumen bilden, wie Tomaten, Zucchini, Paprika, Kürbisse und Gurken sollten dagegen eine Pflanzkiste mit mindestens 20 Litern Volumen bekommen.“

Anbauplan fürs bodenlose Gärtnern lohnt sich

Weil der Platz beim Balkongärtnern begrenzt ist, lohnt sich für Pflanzkästen ein Anbauplan, damit die Ernte übers Jahr möglichst üppig ausfällt. Wer klug vorausplant, kann viele Monate lang aus einem Pflanzkasten ernten. Manche Mischkulturen profitieren sogar voneinander: Zu Feuerbohnen, die im August reif sind, passen gut Erdbeeren als Unterpflanzung und Minigurken freuen sich über einen Windschutz aus Buschbohnen.

Beschrieben wird auch die Beetplanung mit Kräuter- und Gemüseporträts samt Pflegeansprüchen und Informationen über Fruchtfolgen und Mischkulturen, was Anfängern den Weg zum Ernteglück sehr erleichtert.  

Buchtipp: „Ernteglück auch ohne Garten“ von Michael Breckwoldt und Dorothea Baumjohann, Verlag Gräfe Unzer (GU), 144 Seiten, gebunden mit vielen Farbfotos und Anbauplänen, 17,99 Euro.

Pflege von Pflanzen*: Pflanzen brauchen viel Pflege - vor allem im Sommer. Nicht nur im Garten kommt es dabei auf die richtige Menge Wasser an. Falsches Gießen hat Folgen. *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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