Kunstwerk aus Glas

Kunstwerk aus Glas - Neue Fenster für schöne Hausklassiker

Neue Fenster und Denkmalschutz schließen sich nicht aus – im Gegenteil: Spezialisierte Fensterfachbetriebe können heute auch komplizierte Kunstwerke aus den vergangenen Jahrhunderten mit verschiedenen Fenstermaterialien nachbauen oder ergänzen.

Zum Beispiel Fenster mit Bleiverglasung und Glasmalereien mit von außen nicht sichtbaren, innen liegenden Kastenfenstern. Nach einer den Vorgaben des Denkmalschutzes entsprechenden Modernisierung ist rein äußerlich kein Unterschied zu den ersetzten klassischen Fenstern festzustellen. „Das gilt allerdings nicht für die reduzierte Nebenkostenabrechnung, den gewonnenen Komfort, die erhöhte Sicherheit sowie eine verbesserte Schalldämmung und den erhöhten Sonnenschutz – diese Zusatznutzen gibt es kostenlos dazu“, sagt der Geschäftsführer des Verbandes Fenster und Fassade (VFF), Ulrich Tschorn.

Abstimmung mit der Denkmalbehörde

Denkmalgeschütze Häuser mit hohen Räumen, reich verzierten Fassaden und Zimmerdecken, alten Holztüren und fein strukturierten Fenstern sind für viele angehende Hausbesitzer ein Traum. Allerdings können gerade die energetischen Werte der alten Fenster schnell zum Albtraum werden – es zieht und die Kälte dringt durch die damals übliche Einfachverglasung beinahe ungehindert ins Haus. Neue Fenster mit alter Optik oder Ergänzungen der alten Fensteranlage können helfen.

Wer als Eigentümer eines denkmalgeschützten Hauses die Fenster auswechseln möchte, muss dies vorher mit der örtlichen Denkmalbehörde abstimmen und gegebenenfalls genehmigen lassen. Vorrangiges Ziel des Denkmalschutzes ist es, das Original zu erhalten. Moderne Wärmedämmfenster für den Einsatz in denkmalgeschützten Gebäuden können in der heutigen Zeit dem Original entsprechend nachempfunden werden. Diese wirken mit Profilleisten und äußeren Blendrahmen optisch oft wie ein einfach verglastes Fenster, verfügen aber über wesentlich bessere Dämmeigenschaften.

Holz oder Kunststoff

Eine andere Lösung sind Verbundfenster, die aus zwei Flügeln bestehen und sich so wie ein Einfachfenster öffnen und schließen lassen. „Die entsprechend ihrer handwerklichen Vorbilder sehr schmalen Profile dieser Fenster erfüllen die Anforderungen des Denkmalschutzes. Neben dem traditionellen Rahmenwerkstoff Holz können auch Kunststoff oder Aluminium eine originalgetreue Ästhetik gewährleisten“, erklärt der VFF-Präsident Bernhard Helbing. (nh)

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