Lärm eindämmen: So lernt das Haus flüstern

Die Augen können sich optischen Reizen verschließen, aber die Ohren sind stets auf Empfang. Lärm zerrt an den Nerven und macht krank. Das Haus, Europas größte Bau- und Wohnzeitschrift, gibt nützliche Tipps, um den Lärm aus den eigenen vier Wänden auszusperren.

Schall versetzt die Luft in Schwingungen, und je stärker diese sind, desto lauter empfinden wir es. Der Schallpegel, gemessen in Dezibel (dB), liegt für Uhrenticken bei etwa 20 dB, für Fluglärm bei 120 dB. Generell reagieren wir Menschen sehr sensibel auf Lärm – allein zehn dB mehr empfinden wir als verdoppelten Lärm. Um Schall zu bremsen, hilft im Haus nur die richtige Dämmung.

Boden: Wenn der Estrich auf der Dämmung schwimmt, wird der Trittschall gut abgefedert. Der Bodenbelag, beispielsweise Fliesen, darf nicht direkt an die Wände stoßen.

Decke: Holzdecken, von oben beschwert mit Betonplatten oder abgehängt mit einer doppelten Gipsplatte von unten, halten Schall zusätzlich ab. In die Hohlräume sollte man Dämm-Material schütten.

Wände: Mauern lassen sich zusätzlich dämmen mit weich federndem Material. Davor wird beispielsweise eine Gipsplatte montiert. Leichtbau-Trennwände sind meist nicht schwer genug, um Schall zu dämpfen. Hier sollte man am besten zweischalige Konstruktionen verwenden und dazwischen dämmen.

Übergänge: Fugen an Innentüren sind besonders lärmdurchlässig. Spezielle absenkbare Dichtprofile für Türen blockieren den Schall an der Schwelle.

Treppen: Eine elastische Trennschicht (zum Beispiel Kork) zwischen Bodenbelag und Treppenkonstruktion dämpft die Schritte.

Zwischenräume: Wenn beispielsweise Heizungsrohre beim Modernisieren an anderer Stelle verlegt werden, muss man die leeren Zwischenräume mit Dämmschaum füllen. (nh)

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