Lage und Erschließung

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Das richtige Grundstück kaufen: Nur auf voll erschlossenem Bauland kann der Bau schnell beginnen. Bauerwartungsland muss dagegen nicht zwangsläufig bald Bauland werden.

Was für Immobilien gilt, ist auch bei Grundstücken nicht falsch. Das entscheidende Kriterium beim Kauf eines Grundstückes ist die Lage.

Eine gute Infrastruktur, Ärzte, Kindergärten und Schulen in der Nahe sowie nahe gelegene Einkaufsmöglichkeiten sorgen für eine attraktive Wohnlage. Laute Hauptverkehrsstraßen in der nahen Umgebung oder große Industrieansiedlungen machen den Bau einer Wohnimmobilie unattraktiv. Fachleute unterscheiden zwischen Bauland und Bauerwartungsland – wer also plant ein Eigenheim auf dem Grundstück zu errichten, sollte sich genau erkundigen. Denn unter den Begriff Bauerwartungsland fallen bestimmte Grünflächen, die im Flächennutzungsplan der Kommune bereits als Bauland vorgesehen sind, aber für die noch kein Bebauungsplan existiert. Im Prinzip kann dort eines Tages gebaut werden, einen Rechtsanspruch auf den Bau eines Hauses hat der Käufer aber nicht.

Anders ist das beim Bauland. Dabei handelt es sich um Grundstücke, für die schon ein rechtsgültiger Bebauungsplan existiert, die aber noch nicht erschlossen sind. Dort hat der Käufer zwar einen Rechtsanspruch aufs Bauen, aber die Bebauung kann dennoch eine Zeitlang auf sich warten lassen.

Ein Stück weiter sind alle, die sich ein Baugrundstück in einem fertig erschlossenen, vielleicht schon bebauten Gebiet kaufen. Regionale Makler und Bauträger haben Grundstücke in verschiedenen Größen und in zahlreichen Baugebieten im Angebot. Dort sind alle rechtlichen Voraussetzungen für den Bau erfüllt. Entweder es existiert ein rechtsgültiger Bebauungsplan oder der Neubau muss sich (gemäß Paragraph 34 Bundesbaugesetz) an die Umgebung anpassen. In jedem Fall kann der Bauherr sofort mit der Hausplanung beginnen und seine Baupläne zur Genehmigung einreichen.

Im Neubaugebiet kommen noch die anteiligen Erschließungskosten auf den Bauherrn zu. Anschlüsse für Gas, Wasser, Abwasser und Strom werden umgelegt und müssen von allen Grundstückseigentümern bezahlt werden. Wer im Bestand baut, der muss diese Gebühren nicht bezahlen. Zunächst nicht – denn auch alle nach Jahrzehnten anfallenden Reparatur- und Ausbauarbeiten werden stets wieder auf die Anlieger umgelegt. (nh)

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