Gräser und Stauden für heiße Sommer

Lebenskünstler mit großer Blühfreude und kleinem Durst 

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Zierlauch (Allium) 

Die Folgen des Klimawandels zeigten sich in diesem Sommer wieder deutlich: Lange Hitzeperioden und Trockenzeiten machten Menschen und Pflanzen das Leben schwer.

Verschiedene Studien sagen voraus, dass wir in unseren Breitengraden immer häufiger mit solch hohen Temperaturen und längerer Trockenheit rechnen müssen. Zugleich werde es öfter zu Starkregen kommen, während es im Winter weiterhin frostige Tage gebe. „Nicht alle Pflanzen können mit diesen Extremsituationen umgehen“, sagt Jan Paul, Vizepräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). Daher sei es wichtig, die Ansprüche der Arten an Klima und Bodenbeschaffenheit zu kennen.

Bei Stauden und Ziergräsern eignen sich vor allem Arten aus Steppenregionen, die von Natur aus mit heißen Sommern gut zurechtkommen. Der Arbeitskreis Pflanzenverwendung im Bund Deutscher Staudengärtner (BdS) empfiehlt im Internet robuste Stauden, zum Beispiel für trockene, sonnige Standorte zwölf verschiedene Mischpflanzungen – vom „Blütenmosaik“ bis zum „Tanz der Gräser“ (die Artenliste dazu gibt’s als PDF-Datei zum Herunterladen).

Cynthia Nagel von der Gesellschaft der Staudenfreunde in ihrem Garten

Zu den Vorzügen vieler Stauden mit kleinem Durst gehört nach Auskunft von Cynthia Nagel aus Felsberg-Rhünda (Schwalm-Eder-Kreis), Regionalleiterin der Gesellschaft der Staudenfreunde Kassel-Göttingen (GdS), auch ihre große Anziehungskraft für Bienen und andere Insekten.

Mit längerer Trockenheit im Garten kommen laut Nagel die folgenden Stauden bestens klar: Schafgarbe (Achillea clypeolata), Eisenhut (Aconitum) Windröschen (Anemone sylvestris), Aster (Aster amellus), Bergenie (Bergenia cordifolia), Bergminze (Calamintha nepeta), Nelke (Dianthus carthusianoum), Diptam (Dictamnus albus), Sonnenhut (Echinacea paradoxa), Elfenblume (Epimedium), Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides), Storchschnabel (Geranium), Schleierkraut (Gypsophila paniculata), Sonnenröschen (Helianthemum), Lenzrose (Helleborus orientalis), Funkie (Hosta), Johanniskraut (Hypericum polyphyllum), Alant (Inula hirta), Lavendel (Lavandula angustifolia), Gelber Lein (Linum flavium), Katzenminze (Nepeta), Pfingstrose (Paeonia Lactiflora- und Rockii-Hybriden), Ballonblume (Platycodon), Garten-Aurikel (Primula hortensis), Küchenschelle (Pulsatilla), Salbei (Salvia), Skabiose (Scabioca), Ziest (Stachys lanata), Federgras (Stipa capillata), Wucherblume (Tanacetum corymbosum) und Gamander (Teucrium chamaedrys).

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