Wenn der Nachbar die Nebenkosten nach oben treibt

Berlin - Ärgern Sie sich manchmal über eine zu hohe Nebenkostenabrechnung? Der Grund für die teure Rechnung könnte bei Ihren Nachbarn liegen. In manchen Fällen kann der Vermieter die Kosten getrennt abrechnen.

In Mietshäusern werden Betriebskosten und manche Nebenkosten oft auf alle Mieter umgelegt. „Ob die Mieter Privatleute oder Gewerbetreibende sind, ist dabei unerheblich“ erklärt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterverein in Berlin. Denn laut der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs müssen die Vermieter nicht grundsätzlich getrennt abrechnen.

Die zehn kuriosesten Versicherungen

Für zwölf Euro im Jahr entschädigt eine Versicherung jedes Steckenbleiben im Fahrstuhl, mit 75 Euro. Da jeder Deutsche aber nur einmal in 102 Jahren im Aufzug stecken bleibt, sollte man sich diese Investition gut überlegen. © dpa
Für einen Jahresbeitrag von 12 Euro sichert man sich außerdem eine Wiedergutmachung in Höhe von 5000 Euro, falls man von Außerirdischen entführt wird und das auch beweisen kann. © dpa
Freunde des Alkohols können sich gegen ein Verbot seitens des Staates für läppische 12 Euro im Jahr versichern. Tritt der Ernstfall ein, bekommen die Versicherungsnehmer 500 Euro. © dpa
Schon oft diskutierten führende Politiker ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Versichert man sich für jährlich 12 Euro gegen ein entsprechendes Gesetz, zahlt die Versicherung im Schadensfall 100 Euro. © dpa
Zum täglichen Nervenkitzel gehören auch die Berg- und Talfahrten an der deutschen Börse. Aktionäre können deshalb maximal 625 Euro versichern. Kommt es zu einem Crash und einer der fünf zur Auswahl stehenden Indizes sackt innerhalb eines Jahres um mehr als 75 Prozent ab, zahlt die Versicherung. © dpa
Die Versicherung gegen Pech beim Lotto richtet sich an alle Unglücksraben. Wer 52-Mal im Jahr Lotto spielt und nie mehr als zwei Richtige hat, wird von seiner Versicherung mit 2500 Euro entschädigt. Gebühr pro Jahr bei einer Chance von 1:4900: Zwölf Euro. © dpa
Zwölf Euro pro Jahr kostet es, sich gegen ein Nein vor dem Traualtar zu versichern. Alle, die dort von einer Braut, die sich nicht traut, enttäuscht werden, bekommen 100 Euro. © dpa
Einen verregneten Sommer entschädigen Optikerketten mit einer Versicherung gegen schlechtes Wetter. Kauft man eine teure Sonnenbrille, erhält aber aufgrund von einem Jahr Dauerregen keine Gelegenheit, damit anzugeben, zahlt die Versicherung die Brille. © dpa
"Sie gehen ins Gefängnis, gehen Sie nicht über Los,...": Erwischt es Sie zu Unrecht, zahlt Ihnen eine Versicherung gegen einen unverschuldeten Gefängnisaufenthalt 500 Euro. Der Beitrag beträgt natürlich zwölf Euro pro Jahr. © dpa
Eine Versicherung für alle Männer mit schwachen Nerven: Bei zwölf Euro Jahresbeitrag erhalten Opfer eines Ohnmachtsanfalls im Kreissaal 125 Euro. © dpa

Eine Trennung zwischen Wohnraum und Gewerbe ist demnach nur erforderlich, wenn bei einzelnen Nebenkostenarten ansonsten eine erhebliche Mehrbelastung der Wohnungsmieter die Folge wäre (Az.: VIII ZR 78/05). Gibt es etwa in einem Mietshaus ein Fitnessstudio, entstehen durch Sauna und Duschen möglicherweise höhere Kosten, die eigentlich separat abgerechnet werden müssten.

Allerdings liegt die Beweislast beim Mieter. „Er muss nachweisen, dass eine erhebliche Mehrbelastung eingetreten ist“, erklärt Ropertz. Hat der Vermieter nicht getrennt abgerechnet, sollten Mieter ihn daher im Zweifel nach den konkreten Zahlen für die Gewerbemieter fragen.

dpa

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