Dach war selten dicht

Ordentliche Dienstleistungen von Handwerkern gibt es nicht geschenkt. Trotzdem lohnt es sich für Immobilieneigentümer, bei Reparaturen an ihren vermieteten Wohnungen oder Häusern Fachleute zu konsultieren.

Die Mieter müssen es nämlich nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS nicht dauerhaft hinnehmen, wenn schlampig gearbeitet wird und deswegen immer wieder aufs Neue nachgebessert werden muss. (Oberlandesgericht Düsseldorf, Aktenzeichen I-10 U 46/07)

Offenkundig war das Dach einer Immobilie undicht, denn wenn es regnete, drang über einen längeren Zeitraum Wasser in die darunter liegenden Räume. Der Eigentümer ließ die undichten Stellen zwar reparieren, aber es wurde trotzdem immer wieder feucht. Die Hauptursache des Wassereinbruchs war demnach nicht beseitigt. Alleine in einem Jahr drang fünf bis sechs Mal eine größere Menge Wassers durch das Dach. Vorher schon hatte der Mieter den Eigentümer dazu aufgefordert, endlich dauerhaft Abhilfe zu schaffen. Als dies nicht gelang, kündigte er fristlos. Er vertrat die Meinung, diese Zustände seien ihm nun nicht länger zuzumuten.

Keine dauerhafte Lösung

Ein Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf erkannte in den Vorfällen einen gesetzlich erforderlichen "wichtigen Grund" für die außerordentliche, fristlose Kündigung. Das undichte Dach habe den vertragsgemäßen Gebrauch der Immobilie erheblich erschwert. Die Aussage eines Sachverständigen während des Verfahrens habe deutlich gemacht, dass die Instandsetzungsarbeiten nur unzureichend gewesen seien und keine dauerhafte Lösung dargestellt hätten. Genau darauf hätte aber eigentlich der Mieter einen berechtigten Anspruch gehabt.

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