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Falsche Bepflanzung im Garten: Warum man bei Minze vorsichtig sein sollte

Minze hat viele gute Eigenschaften - frei sollte man sie im Garten trotzdem lieber nicht pflanzen.
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Minze hat viele gute Eigenschaften - frei sollte man sie im Garten trotzdem lieber nicht pflanzen.

Minze im Garten anzupflanzen, scheint eine gute Idee zu sein. Sie ist heilsam und lecker. Warum Experten trotzdem zur Vorsicht mahnen.

Kassel - Ob aus gesundheitlichen oder anderen Gründen, manche Pflanzen sollte man im eigenen Garten entweder gar nicht oder nur begrenzt einpflanzen. Hätten Sie gedacht, dass dazu auch Minze zählt? Auf welche Pflanzen sollten Sie ein besonderes Augenmerk haben und warum?

Bei manchen Pflanzen ist der Grund, sie nicht zu pflanzen, leicht ersichtlich: Sie sind giftig für Mensch oder Tier und gefährden somit das alltägliche Leben. Bei anderen hingegen ist es gar nicht so einfach - oder offensichtlich. Wir stellen vier Pflanzen vor, bei denen Vorsicht geboten ist.

Pflanzen im Garten: Minze kann zu Problemen führen

Die meisten Menschen kennen wohl den typischen Geruch der Pfefferminze (Mentha × piperita) - und ihre heilsame Wirkung bei Erkältung, Grippe oder Magen-Darm-Beschwerden. Ob als Tee, ätherisches Öl oder Gewürz - die Pflanze aus der Familie der Lippenblütler hat einiges auf Lager.

SystematikBezeichnung
GattungMinzen (Mentha)
FamilieLippenblütler (Lamiaceae)
OrdnungLippenblütlerartige (Lamiales)

Doch nicht nur die allseits bekannte Pfefferminze trumpft mit all diesen Eigenschaften auf. Die Gattung Minze zeigt sich insgesamt in einer großen Arten- und Sortenvielfalt. Darüber hinaus kann Minze auch gegen Schnecken (Nacktschnecken im Besonderen) eingesetzt werden.

Wer sich nun mit dem Gedanken anfreundet, eine heimische Pflanze dieser Gattung frei in seinen Garten zu setzen, sollte sich das noch einmal überlegen. Die Minze-Wurzeln können sich unglaublich schnell ausbreiten und andere Pflanzen verdrängen. Sinnvoller ist es, die Minze in einem Blumentopf oder -kübel zu setzen. Dadurch eignet sich diese Pflanzen-Gattung auch gut für den Balkon.

Hübsch aber problematisch? Horn-Sauerklee sollte man aus dem Garten entfernen

Weder essbar noch heimisch ist hingegen Horn-Sauerklee. Wie die verschiedenen Minze-Arten kann sich der Klee aber ebenfalls ungefragt im ganzen Garten verbreiten. Hier hilft auch das Pflanzen in einem Blumentopf oder -kübel nichts. Das Problem sind die Samen des Horn-Sauerklees, die „bis zu mehreren Metern weit aus den aufspringenden Kapseln geschleudert“ werden. Das erklären die Experten von 24garten.de*.

Eine Frau pflanzt Minze in einen Topf.

Horn-Sauerklee wird seiner umgangssprachlichen Einstufung als Unkraut durchaus gerecht: Die Pflanze ist schlecht für Insekten und Vögel. Es gibt aber Alternativen (z. B. Weißklee oder Rotklee), die ebenso schön, aber nicht schädlich sind.

Video: Wie man Problemen durch Horn-Sauerklee im Garten vorbeugen kann

Die Gewöhnliche Nachtviole ist wunderschön - sie sollte jedoch nicht frei im Garten stehen

Nicht gefährlich im eigentlichen Sinne, aber durchaus schädlich für andere Pflanzen kann die Gewöhnliche Nachtviole (Hesperis matronalis) sein. Sie kann schnell andere Pflanzen im Garten verdrängen. In abgegrenzten Blumenbeeten, als Gruppenpflanzung oder als Rosenbegleiter eigenen sich die Pflanzen jedoch. Auch eine aktive Verwilderung ist durch ihre schnelle Verbreitung möglich.

Und das Beste daran: Man kann die Blüten (in kleinen Mengen) essen. Durch ihre schöne Farbe sind sie besonders beliebt als Deko für Süßspeisen. Nachtviole blühen ungefähr von Mai bis Juli. Darauf weist das Magazin mein-schoener-garten.de hin.

Garten-Fuchsschwanz im Garten? Warum er bei Allergikern und Asthmatikern nichts zu suchen hat

Eine Pflanze, die ebenfalls wunderschön sein kann, ist der Garten-Fuchsschwanz (Amaranthus). Er wird auch Tausendschön oder einfach Amaranth genannt. In einem Beet oder Blumenkasten kann die Pflanze „etwas zottelig auswuchern“, erklären die Experten von myhomebook.de. Das könne aber von jedem Hobbygärtner gut in den Griff bekommen werden.

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Zum Problem wird der Garten-Fuchsschwanz für Allergiker und Asthmatiker. Für diese Menschen kann die Pflanze eine Gefahr für die Gesundheit sein. Sie entlässt eine Vielzahl von Pollen in die Luft ab, was zu allergischen Reaktionen führen kann. Dem kann auch der Hobbygärtner nicht Herr werden. (Jennifer Greve) *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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