Baum des Jahres: Winter-Linde-Sorten für den Garten

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Mehr Aufmerksamkeit für die Winter-Linde: Sie ist zum Baum des Jahres gekürt worden. Foto: Patrick Pleul

Den Baum des Jahres 2016 kennt man gut: Er steht auf vielen Dorfplätzen und in Alleen. Aber im Garten findet er meist keinen Platz, er ist zu groß. Aber es gibt ein paar Züchtungen, die selbst auf kleinen Grundstücken Platz finden.

Berlin (dpa/tmn) - Der Baum des Jahres 2016 ist zu groß für die meisten Gärten. Mit grundsätzlich 15 bis 25 Meter Höhe findet die Winter-Linde gerade auf kleinen Grundstücken keinen Platz. Aber es gibt auch kleinere Sorten dieser Baumart.

Der Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL) in Bad Honnef bei Bonn rät zu der auch als Kugel-Winter-Linde bekannten Sorte, botanisch Tilia cordata 'Green Globe'. Sie wird nur bis zu 8 Meter hoch. Ihre Krone ist ein guter Schattenspender über Sitzplätzen.

Im Handel findet sich auch die Sorte 'Winter Orange', die nur bis 12 Meter hoch wird. Die Sorte 'Rancho' erreicht etwa 9 bis 15 Meter Höhe und 'Roelvo' rund 10 bis 12 Meter. Bäume werden am besten im Herbst gepflanzt - aber nur, wenn der Boden nicht gefroren ist.

Die Winter-Linde wurde am Donnerstag (15. Oktober) von der Stiftung Baum des Jahres als vielfältig verwendbarer Baum gewürdigt. Er gilt als relativ anspruchslos und ist daher gerade auch etwas für Städte. Denn dort sind die Temperaturen grundsätzlich höher und die Luft trockener. Dazu tragen eine hohe Gebäude- und Verkehrsdichte bei, außerdem sind viele Böden versiegelt. Das macht vielen Bäumen zu schaffen, der Winter-Linde eher nicht.

Allerdings können Jungbäume unter Hitze leiden: Sie bekommen bei hohen Temperaturen im Sommer Sonnenbrand, da ihre Rinde noch recht dünn ist. Daher wird der Stamm laut der Stiftung Baum des Jahres oft mit weißer Farbe angestrichen, was die Temperatur der Rinde im Sonnenschein niedriger hält.

Wer die Winter-Linde in die Nähe der Garage oder des Abstellplatzes von Autos setzt, muss wissen: In ihren Kronen sitzen Blattläuse, die Honigtau abgeben. Dieser setzt sich auf dem Lack fest. Die Tröpfchen müssen möglichst schnell entfernt werden, da diese Ausscheidungen Nährboden für Pilzarten sind, die einen aggressiven schwarzen Belag bilden. Dieses Gemisch aus Zuckerlösung und Pilzen kann die Sonne in den Lack einbrennen.

Die Stelle wird mit einem feuchten Lappen eingeweicht und dann die Rückstände vorsichtig abgewischt, erklärt der ADAC Berlin-Brandenburg. Gegen hartnäckige Reste gibt es Spezialreiniger im Fachhandel oder Reinigungsknetmasse. Damit die Tröpfchen gar nicht erst so hartnäckig anhaften, empfehlen die Autoexperten, den Wagen nach einer Wäsche mit Hartwachs zu behandeln.

Infos zum Baum des Jahres

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