Nicht von der Stange

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Klinkerfassade und Zeltdach: Dieses Fertighaus im Toskanastil wurde individuell geplant.

Schnell seine eigenen vier Wände bauen: Mit dem Fertighaus geht das. Und die Zeiten von langweiliger, vorgefertigter Ware von der Stange sind auch längst vorbei. Wer sich für ein Fertighaus entscheidet, kann – mit dem nötigen Kleingeld – am Ende in ein individuell gestaltetes Eigenheim ziehen.

Alle Schritte beim Kauf eines Fertighauses sind individuell planbar. Zu Beginn steht die Frage, ob es eigene Hauspläne gibt, ob ein freier Architekt oder der Architekt des Anbieters diese erarbeitet. Generell hat der Bauherr alle Freiheiten – abgesehen von den Vorgaben des Bebauungsplanes. Er kann die innere und äußere Gestaltung des Fertighauses nach seinem Geschmack gestalten. Über Architektur und Grundriss kann er selbst entscheiden.

Der Haushersteller setzt die Wünsche dann um. Musterhäuser oder Musterhaus-Siedlungen der verschiedenen Anbieter beflügeln die Fantasie oder liefern Ideen für die eigene Planung. Beim nächsten Schritt steht der Besuch in einem Bemusterungszentrum an. Hier wählt der Bauherr alles für sein neues Zuhause aus: von der Art und Farbe der Dachziegel über die Fliese in der Küche bis zur Form des Wasserhahns im Keller.

Am Ende des Prozesses steht ein Haus, das sich preisgünstig eher an ein Musterhaus anlehnt oder sich für einen höheren Preis mehr nach den Wünschen des Häuslebauers richtet. Kai Warnecke, Bauexperte von Eigentümerverband Haus und Grund Deutschland, warnt vor einem psychologischen Problem: „Man sieht ein Musterhaus und denkt, das ist es. Anschließend muss aber noch geklärt werden, welche einzelnen Kosten auf einen zukommen. Hier nehmen sich zu viele Bauherren nicht genug Zeit.“ Warneckes wichtigster Rat lautet daher: erst nach dem Gang ins Bemusterungszentrum einen Vertrag unterschreiben. Zusammen mit dem Bundesbauministerium bietet Haus und Grund eine Checkliste zum Download an. „Damit können die Bauherren eine große Wissenslücke schließen“, sagt Warnecke. (tmn)

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