Chrom, Blei und Checksilber

"Öko-Test": Viele Dachdämmungen enthalten bedenkliche Stoffe

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Die Zeitschrift "Öko-Test" hat Dämmstoffe fürs Dach aus nachwachsenden und konventionellen Rohstoffen auf kritische Inhaltsstoffe getestet. Foto: Nestor Bachmann/dpa-tmn

Die Experten der Zeitschrift "Öko-Test" haben sich Dach-Dämmstoffe aus konventionellen und nachwachsenden Rohstoffen genauer angesehen. Die Ergebnisse sind eher ernüchternd.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Ein Großteil der von der Zeitschrift "Öko-Test" geprüften Dämmstoffe für das Hausdach enthält bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe.

So fanden sich in 12 der 15 Materialien für die Auf- und Zwischensparrendämmung unter anderem Chrom, Blei und Quecksilber. Drei Produkte enthielten Borverbindungen. Substanzen dieser Stoffgruppe stehen in Verdacht, die Fortpflanzung zu beeinträchtigen. In einem Baustoff wurde das Pestizid Permethrin gefunden.

Die kritisierten Inhaltsstoffe werden teils als Brandschutz eingesetzt, manches nachwachsende Naturprodukt wird damit zum Beispiel vor Insekten bewahrt.

Direkter Körperkontakt ist mit den verbauten Dämmstoffen eher unwahrscheinlich. Die Experten weisen dennoch auf Risiken hin: Bestimmte Stoffe könnten aus den Dämmstoffen ausgasen und Schimmelpilze und andere Mikroorganismen sich beim Einbau in der Raumluft verteilen.

Beim Test der Inhaltsstoffe sind tendenziell Holzfaserprodukte besser, berichtet die Zeitschrift "Öko-Test". Dämmstoffe aus Polyurethan und Schafwolle fallen durch.

Insgesamt wurde dreimal die Note "sehr gut", fünfmal die Note "gut" und zweimal ein "Befriedigend" vergeben. Dreimal reichte es nur für ein "Ausreichend" und jeweils einmal für "mangelhaft" und "ungenügend". Nicht getestet wurde die Wärmewirkung der Dämmstoffe.

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