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Optimale Sommerblüte: Die Kalanchoë braucht nicht viel Pflege

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Bis in den Herbst hinein schmücken „Kalanchoë Garden“ Gräber und Vorgärten.
Bis in den Herbst hinein schmücken „Kalanchoë Garden“ Gräber und Vorgärten. © GPP

Wer im Sommer gerne in Urlaub fährt braucht einen Blumensitter für den Friedhof, doch die Kalanchoë kommt auch mal ganz ohne Wasser aus.

Kassel – Wenn Mitte Mai die sogenannten Eisheiligen vorbei und Nachtfröste kein Thema mehr sind, wird es nicht nur Zeit, Garten und Balkon auf Vordermann zu bringen, sondern auch auf dem Friedhof beginnt die Pflanzzeit für Sommerblumen. In Gartencentern, Blumengeschäften und Supermärkten findet man jetzt ein großes Sortiment an Gewächsen, die sich für eine individuelle Grabgestaltung anbieten.

Heute wird übrigens nicht mehr zwischen reinen Garten- und Balkonpflanzen und solchen, die man ausschließlich auf den Friedhof bringt, unterschieden. Wichtige Auswahlkriterien neben dem optischen Gefallen sind vor allem die Dauer der Blütezeit und die Frage, wie häufig gegossen werden muss. Kein Wunder also, dass man in den letzten Jahren immer häufiger auch Kalanchoë blossfeldiana auf den Gräbern entdeckt.

Zimmerpflanze groß im Kommen: Die Kalanchoë fühlt sich auch im Freien wohl

Waren die 15 bis 30 Zentimeter großen Sukkulenten ursprünglich vor allem als Zimmerpflanzen beliebt, werden sie unter dem Label „Kalanchoë Garden“ heute auch speziell für den Außenbereich angeboten. Auf dem Friedhof eignen sie sich vor allem für das Bepflanzen von Schalen, können aber auch direkt in den Boden gesetzt werden. Viele Wochen lang schmücken sie mit ihren farbigen Blütendolden, die sich aus dunklem Laub erheben und aus winzigen Einzelblüten bestehen, das Grab.

Bei zahlreichen Kalanchoë Garden Sorten hält der Blütenflor tatsächlich mehr als drei Monate. Zu erkennen sind diese im Handel an dem Aufdruck „100daysflowering“. Dank gezielter Züchtungen gibt es die Kalanchoë heute mit einfachen und gefüllten Blüten sowie in vielen verschiedenen Farbtönen: Von Rot, Violett und Rosa über Gelb und Orange bis hin zu Creme und Weiß reicht die Palette. Je nach Auswahl und Kombination ist damit also sowohl eine bunte und lebendige als auch eine eher ruhige und harmonische Grabgestaltung möglich.

Ideal für pflegeleichte Gräber: Prächtige Blüten mit eingebautem Wasserspeicher

Vor allem auf Grabstellen, die nicht von großen Gehölzen beschattet werden, blühen die Kalanchoë Garden prächtig. Die Sukkulenten kommen aber auch mit Halbschatten gut zurecht. Wenn es nicht regnet, sollten sie etwa einmal in der Woche gegossen werden. Ist man verreist oder kann aus einem anderen Grund den Friedhof nicht besuchen, nehmen die Pflanzen das aber auch nicht krumm. Denn in ihren fleischigen Blättern speichern sie viel Flüssigkeit und können so eine etwas längere Trockenperiode problemlos überstehen. Wo andere Blumen auf dem Friedhof an heißen Sommertagen schon längst ihre Köpfe hängen lassen, überdauern Kalanchoë Garden unbeeindruckt bis zum nächsten Gießen oder Regenguss.

Auch muss man sich keine Sorgen machen, dass sie von Tieren angeknabbert oder abgefressen werden. Weder Schnecken noch Kaninchen scheinen die blühenden Sukkulenten zu schmecken. (gpp)

Die privaten Friedwälder bekommen nun Konkurrenz. Auf dem Hauptfriedhof in der Nordstadt von Kassel gibt es jetzt den sogenannten Ruhewald.

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