Photovoltaik bleibt rentabel

Selbstnutzer profitieren besonders: Solardächer bleiben eine gute Investition, auch wenn die Fördersätze gesenkt wurden. Foto:  Schüco

Trotz der Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom lohnt sich die Anschaffung einer Solaranlage. Die Einspeisevergütung wurde rückwirkend zum 1. Juli um zunächst 13 Prozent gekürzt und soll zum 1. Oktober um weitere drei Prozent außerplanmäßig sinken. Die Befürchtung vieler: Solarstrom lohnt sich dann nicht mehr, zumal die Förderung ja schon regulär zum 1. Januar um neun Prozent gekürzt wurde. Doch uninteressant wird Photovoltaik trotz dieser Einschnitte nicht, glaubt das Immobilienportal Immowelt.de.

Die Vergangenheit hat gezeigt: Immer dann, wenn die Einspeisevergütung gesunken ist, gaben auch die Preise für Photovoltaikmodule nach. Besonders drastisch im Jahr 2009, als die Preise für Solaranlagen um rund zwanzig Prozent zurückgingen, wie eine Umfrage des Portals Photovoltaikumfrage.de ergab. Das Bundesumweltministerium spricht sogar von einem Preisrückgang von dreißig Prozent. Wer im vergangenen Jahr eine Anlage in Betrieb nahm, durfte sich über eine besonders hohe Rendite freuen.

Zwanzig Jahre garantierter Abnahmepreis

Eigenheimbesitzer, die nun ab dem 1. Oktober eine Anlage in Betrieb nehmen, erhalten noch rund 33 Cent pro eingespeister Kilowattstunde Solarstrom vom örtlichen Energieversorger. Und das garantiert zwanzig Jahre lang plus das Jahr der Inbetriebnahme. Zum Vergleich: Für die im Jahr 2009 installierten Anlagen betrug die Vergütung noch rund 43 Cent, also etwa ein Viertel mehr. Doch auch neu montierte Anlagen sind weiterhin rentabel: Eine typische Anlage auf dem Einfamilienhausdach mit einer Leistung von fünf Kilowatt Peak (KWp) erwirtschaftet innerhalb des Förderzeitraums rund 30 000 Euro. Der typische Preis für eine Fünf-KWp-Anlage liegt bei rund 15 000 Euro.

Hausbesitzer, die ihren Solarstrom zum Teil selbst verbrauchen, profitieren zudem von einer Sonderregelung: Für den selbst genutzten Solarstrom gibt es eine Förderung von rund 21 Cent pro Kilowattstunde. Zudem spart man die rund 20 Cent, die für konventionellen Strom zu zahlen wären. Selbstverbraucher haben damit einen finanziellen Vorteil gegenüber denjenigen, die ihren Solarstrom ausschließlich ins Netz einspeisen. (nh)

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