Rasen winterfest machen

Rasenpflege im Herbst: Vier Dinge, die Sie vor dem Winteranfang beachten sollten

Im Herbst sollten Sie unbedingt noch einmal den Rasen pflegen.
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Im Herbst sollten Sie unbedingt noch einmal den Rasen pflegen.

Im Herbst steht noch viel Gartenarbeit an: Blumenkübel reinholen, Beete vorbereiten, Sträucher schneiden. Dabei sollten Sie den Rasen aber nicht vergessen!

Der Rasen wird bei der Gartenpflege im Herbst* gerne mal übersehen. Aber auch die schöne grüne Wiese muss auf den Winter vorbereitet werden, damit Sie sich im Frühjahr wieder daran erfreuen können. Bei Vernachlässigung erwartet Sie vielleicht sonst ein Bild des Grauens: kahle Stellen und braune Flecken im Rasen. Wenn Sie diese Tipps zur Rasenpflege im Herbst beachten, kann nichts mehr schief gehen.

Rasen im Herbst winterfest machen: Laub und Moos entfernen

Bevor Sie den Rasen zum letzten Mal im Jahr mähen, braucht die Wiese noch so viel Luft und Licht wie möglich. Dafür sollten Sie ihn mindestens einmal in der Woche von Laub und Fallobst befreien. Igel, die noch ein Plätzchen zum Überwintern suchen, freuen sich übrigens über Laubhaufen im Garten.

Anfang Oktober sollte man das Grün auch von Moos und Unkraut befreien. Dazu nehmen Sie am besten einen Vertikutierer. Aber Vorsicht! Die Vertikutiermesser sollten nicht zu tief in den Boden schneiden, sonst schädigen sie die Rasenwurzeln – drei Millimeter reichen.

Mehr erfahren: Jetzt noch einmal den Rasen vertikutieren – ist das sinnvoll?

Rasenpflege im Herbst: Rasen säen und düngen

Um kahle Stellen, die durch das Vertikutieren entstanden sind, zu behandeln, sollte man jetzt Rasen nachsäen. Am besten mit einem speziellen Reparatur- oder Nachsaatrasen. Der kostet zwar etwas mehr im Handel, kann sich aber für die Nachsaat lohnen, denn die Samen sind mit einem Nährstoffmantel umhüllt und werden weniger von Vögeln weggepickt. Sie sollten auch beachten, dass es in den Tagen nach der Aussaat nicht unter 10 Grad kalt wird.

Apropos Nährstoffe: Ihr Rasen freut sich über eine Extra-Portion vor dem kalten Winter. Es gibt spezielle Herbst-Dünger mit einem geringeren Stickstoffanteil, wodurch das Wachstum nicht so stark gefördert wird wie bei normalem Dünger. Der erhöhte Kaliumgehalt sorgt außerdem dafür, dass Frostschäden am Gras reduziert werden.

Auch interessant: Wann und wie oft muss ich den Rasen düngen?

Video: Gartenarbeit im Herbst – Das spricht gegen Laubbläser

Rasen im Herbst mähen und winterfest machen

Wenn es zu kalt wird, stoppt der Rasen das Wachstum – meistens Mitte Oktober. Dann ist es Zeit, den Rasenmäher ein letztes Mal anzuschmeißen. Auch hier gilt: nicht zu tief schneiden, in diesem Fall sollten Sie vier bis fünf Zentimeter stehen lassen. Der Grund: Längere Grashalme können mehr Licht aufnehmen und dadurch Moos und Unkraut Paroli bieten.

Auch nach dem Mähen sollten Sie Ihren Rasen noch regelmäßig von Laub und anderen Objekten befreien. Im Winter schließlich braucht die Wiese Ruhe. Wenn es geht, betreten Sie sie jetzt nur so wenig wie möglich. Denn wenn es sehr kalt ist und Bodenfrost herrscht, brechen die Grashalme leichter ab. Dann braucht der Rasen im Frühling mehr Zeit zum Regenerieren. (mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Weiterlesen: Welche Sträucher und Hecken müssen jetzt geschnitten werden?

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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