Rasenpflege leicht gemacht

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Empfiehlt regelmäßiges Mähen: Florian Smolka stutzt die Halme in seinem Kleingarten alle sieben Tage auf etwa vier bis fünf Zentimeter Länge.

Grün, dicht und saftig soll er sein: Ein gepflegter Rasen ist die Visitenkarte des Gartens. Die Realität sieht allerdings oft anders aus: Viele Rasenflächen leiden unter Moosbefall und fallen vor allem im Sommer durch braune Stellen auf.

Von Sebastian Schaffner

Kleingärtner Florian Smolka gibt heute Tipps, worauf es beim richtigen Rasenmähen ankommt, wie man Moosbefall vorbeugen kann und was es mit dem Vertikutier-Mythos auf sich hat. „Wer einen schönen Rasen haben möchte, sollte ein paar grundsätzliche Dinge beachten“, sagt der 49-Jährige vom Kleingartenverein Dönche. Unabdingbar sei regelmäßiges Mähen. Nur wenn man seinen Rasen kontinuierlich schneidet, können sich die Gräser verzweigen und so dauerhaft einen dichten Teppich bilden. „Alle sieben Tage ist ein guter Richtwert“, sagt Florian Smolka. Gerade jetzt im Mai, wenn die Natur ihre Kräfte freisetzt, könne man je nach Rasensorte und Lage auch problemlos jeden fünften Tag mähen.

„Wichtig ist, dass man seinen Rasen lieber öfter mäht als zu tief“, sagt der Kleingärtner, der seine Halme stets auf vier bis fünf Zentimeter Länge stutzt. Wird der Rasen zu kurz geschnitten, droht er bei warmen Temperaturen auszutrocknen und hat keine Kraft mehr, sich beispielsweise gegen Moosbildung zu wehren.

„Moos ist der Feind des Gartenfreundes“, sagt Florian Smolka. Zu den häufigsten Ursachen für Moosbefall zählen neben einem zu kurzen Schnitt vor allem Nährstoffmangel – Eisendünger kann dann Abhilfe schaffen –, zu viel Schatten und Staunässe, die oft bei stark verdichtetem Boden auftritt.

Ist der Rasen jedoch erst einmal von Moos befallen, hilft oft nur noch: vertikutieren, neu aussäen und düngen. Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe des Rasens aufgerissen, um den Boden aufzulockern. „Wer zum Vertikutierer greift, hat ein Problem mit seinem Rasen“, sagt Florian Smolka. Denn gesunde Flächen müssten nicht zwingend vertikutiert werden.

„Das ist ein Mythos“, sagt er, „nur weil professionelle Greenkeeper ihre Flächen regelmäßig vertikutieren, sollte man das nicht gleich zu Hause nachmachen“. Auf Fußballplätzen stehe schließlich Wasserdurchlässigkeit und Belüftung im Vordergrund, nicht die Optik. Im eigenen Garten gilt jedoch: Je weniger man die Grasnarbe verletzt, umso schöner kann der Rasen wachsen.

E Und so geht’s weiter: In der kommenden Woche begleiten wir Florian Smolka beim Pflanzenkauf.

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