Gartenwochen: Neues aus dem Kleingartenverein

Recycling im Kleingarten

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Stellt seinen Dünger selbst her: Kleingärtner Florian Smolka setzt auf natürliches Recycling im eigenen Komposthaufen. Foto: Schaffner

Verwelkte Topfpflanzen, Rasenschnitt, Gemüsereste, Laub: Echte Gärtner werfen ihren Grünabfall nicht in den Hausmüll – sie verwandeln ihn mithilfe eines Komposthaufens in wertvollen Dünger.

Er verbessert die Struktur des Bodens, reichert ihn mit Humus an und stärkt Pflanzen gegen Schädlinge. Kleingärtner Florian Smolka erklärt heute, was einen guten Komposthaufen ausmacht.

„Wer keinen eigenen Kompost hat, hat auch meist eine schlechte Ernte“, sagt der 49-Jährige. Wie fast alle seine Gartenfreunde aus dem Kleingartenverein Dönche stellt auch er seinen Dünger – das schwarze Gold des Gärtners –selbst her. Die Vorteile liegen auf der Hand: „Ein eigener Komposthaufen spart Geld, Müll und ist ein absoluter Mineralien-Allrounder“, sagt Florian Smolka. Zugekaufte Mineraliendünger enthielten oft nur bestimmte Sorten.

Werkeln im Kleingartenverein

Basis für einen funktionierenden Komposthaufen ist neben dem richtigen Standort und Aufbau – schattig bis halbschattig, unversiegelter Untergrund, Lüftungsschlitze – auch der Inhalt. Organische Materialien aus Garten und Küche seien grundsätzlich kompostierbar, sagt der Kleingärtner. „Dazu zählen Baum-, Hecken- und Rosenschnitt genauso wie ungespritzte Gemüse- und Obstabfälle, Pflanzenreste, Rasenschnitt, aber auch Kaffeesatz und Eierschalen“. Ungeeignet seien gekochte Essensreste und Materialien, die nicht verrotten.

Schichten mit System

Um den natürlichen Recyclingprozess möglichst effizient in Gang zu bringen, empfiehlt Florian Smolka den Komposthaufen mit System zu schichten. Als erste Schicht direkt über dem Gartenboden bieten sich Zweige oder Strauchschnitt an, sie dienen der notwendigen Luftzufuhr. Darüber kommt es dann auf die richtige Mischung an: „Wenn man beispielsweise nur Rasenschnitt nehmen würde, würde er faulen“, erklärt der Kleingärtner.

Deshalb sollte man stets grobes mit feinem, feuchtes mit trockenem und nährstoffreiches mit nährstoffarmem Material mischen. „Ich nehme auch immer eine Schicht Gartenerde, weil sie wichtige Mikroorganismen schon enthält“, sagt Florian Smolka. Wichtig sei auch, dass der Kompost stets abgedeckt ist und regelmäßig befeuchtet wird. „Wenn alles richtig gemacht worden ist, kann dann in fünf bis sechs Monaten gedüngt werden“, sagt er. E Kleingärtner am Werk: Eine Bildergalerie der Arbeiten in dem Kleingärtnerverein Dönche gibt es auf www.HNA.de/wohnen

 

Von Sebastian Schaffner

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