Haushalts-Ratgeber

Richtig waschen: Sieben Tricks, die Sie noch nicht kannten

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Mit diesen Tricks wird die Wäsche richtig sauber.

Wäsche waschen ist nicht schwer. Doch Vorsicht: Bei der Waschmaschine muss man einiges beachten. Mit diesen Tipps wird die Wäsche strahlend sauber.

Moderne Waschmaschinen sind leicht zu bedienen und bieten ein umfangreiches Waschprogramm. Sie sind heute so leistungsfähig, dass sie bereits bei 20, 30 oder 40 Grad Wäsche von hartnäckigen Flecken befreien. Doch spätestens wenn sich Verfärbungen auf den Klamotten abzeichnen oder die Maschine anfängt, unangenehm zu riechen, überdenken viele ihre Gewohnheiten. Diese Tipps von Expertenhelfen Ihnen dabei.

1. Einmal pro Monat mit 60 Grad waschen

Die meisten Waschmaschinen machen Ihre Wäsche bereits ab 30 Grad hygienisch sauber. Dennoch sollten Sie mindestens einmal pro Monat die Maschine mit höherer Temperatur laufen lassen. Das rät die Initiative Hausgeräte+.

Der Grund: Bakterien und Keime lagern sich im Innenleben des Geräts ab und sind im Laufe der Zeit für unangenehme Gerüche verantwortlich. Diese übertragen sich dann auch auf die folgenden Waschgänge.

Bei 60 Grad werden die meisten Bakterien allerdings abgetötet. Die Initiative rät deshalb zu Waschmitteln in Pulverform, welches Bleichmittel enthält und die Ablagerungen zersetzt.

2. Das richtige Waschmittel verwenden

Welches Waschmittel passt zu welcher Wäsche? Hier gilt die Regel: Fein- oder Buntwaschmittel für bunte Klamotten, Universal- oder Vollwaschmittel für weiße Wäsche, so der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel.

Außerdem wird bei stark verschmutzter Wäsche mehr Waschmittel benötigt. Wichtig: Achten Sie auf die Angaben auf dem Etikett. Viele Textilien wie Wolle oder Seide brauchen spezielle Pflege. Bei Leder sollten Sie ganz auf das Waschen in der Maschine verzichten.

3. Waschmittel speziell für schwarze Klamotten sind überflüssig

Bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest im Jahr 2013 haben spezielle Waschmittel für schwarze Textilien schlecht abgeschnitten. Der Test ergab, dass sie die Farbe nicht besser erhalten als übliche Colorwaschmittel.

Bei beiden Waschmittel-Sorten ist die schwarze Farbe schnell verblasst, etwa nach rund 20 Waschgängen. Ein weiteres Testergebnis ergab, dass sich Produkte vom Marktführer nicht wesentlich von günstigeren Alternativen aus dem Supermarkt unterscheiden.

4. Handtücher bei Luftzug trocknen

Viele wissen, dass Handtücher bei 60 Grad gewaschen werden, damit sie richtig sauber werden. Doch hier kommt es auf das richtige Trocknen an. Denn beim Waschen stellen sich die Fasern der Handtücher auf und werden beim Trocknen hart und rau.

Die Folge: Die Handtücher kratzen und fühlen sich unangenehm auf der Haut an. Um diese Trockenstarre zu vermeiden, empfiehlt das "Forum Waschen", die Handtücher stets in einem Raum mit Luftzug aufzuhängen.

5. Auf die Beladung kommt es an

Wieviel Wäsche passt in die Trommel? Und bei wieviel Waschmittel wird sie am besten sauber? Hier kommt es auf die richtige Menge an. Die Dosierungsangaben auf den Verpackungen beziehen sich meistens auf Geräte mit einem Ladevolumen von viereinhalb Kilogramm Normalwäsche oder zweieinhalb Kilogramm Feinwäsche.

Moderne Waschmaschinen haben jedoch mittlerweile ein Fassungsvermögen von sechs oder sogar acht Kilogramm. Bei diesen Mengen benötigen Sie dann auch entsprechend mehr Waschmittel.

6. Im Winter draußen trocknen

Wäsche trocknet auch in der kalten Jahreszeit auf der Wäscheleine im Garten oder auf dem Wäscheständer auf dem Balkon. Trockene und kalte Luft im Winter nimmt die Feuchtigkeit sogar besser auf als warme, aber feuchtere Luft im Sommer.

Reinigungsexperte Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel spricht dabei von "Sublimation". Das bedeutet: Bei Minusgraden gefriert die nasse Wäsche und das gefrorene Wasser verdunstet direkt, ohne davor flüssig zu werden.

Bei Synthetik-Kleidung soll dieser Vorgang besonders schnell gehen. Um zu verhindern, dass die gefrorenen Teile beschädigt werden, lassen Sie sie solange hängen, bis sie komplett trocken sind.

7. Auf Entkalker und Weichspüler verzichten

Bei gängigen Waschmitteln ist es nicht nötig, zusätzlich Entkalker oder Weichspüler zu verwenden. Nahezu jedes Produkt enthält heutzutage Mittel gegen Kalk. Hier sollten Sie jedoch unbedingt auf die richtige Dosierung achten, empfiehlt das "Forum Waschen".

Außerdem können Sie getrost auf die Zugabe von Weichspüler verzichten. Gegen die Trockenstarre hilft schon, wenn die Wäscheleine im Luftzug hängt oder Sie Ihre Wäsche in den Trockner geben. Auf das Hausmittel, Essig anstatt Weichspüler zu verwenden, sollten Sie komplett verzichten. Die Wirkung sei nicht vergleichbar und laut Glassl sorge Essig auch für Ablagerungen in der Maschine.

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Von Felix Mildner

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