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Rosen im Garten lieben es sonnig

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Von: Gisela Busch

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Im Rosengarten. © Foto: Grünes Presseportal/BGL/nh

Die extravaganten Blüten, der oft betörende Duft und nicht zuletzt die Farbenvielfalt: Rosen sind einfach wunderbar.

Gefüllte Blüten in feinem Pastell duften nach Nostalgie, langstielige Edelrosen machen als Schnittblumen eine tolle Figur und wildwuchernde Ramblerrosen erobern Rankbögen und Bäume märchenhaft – Sonnenanbeter sind sie allesamt.

Von bodendeckenden Zwergrosen, über vielseitige Beet- und Strauchrosen bis hin zu großblütigen Edelrosen und üppigen Kletterrosen reicht das Sortiment. Für naturnahe Gärten empfehlen sich einmalblühende, robuste und bienenfreundliche Wildrosen, Sammler schätzen auch Raritäten wie die karmesinrote Apothekerrose (Rosa Gallica Officinalis), die schon seit 1310 kultiviert wird. Die „Englischen Rosen“ von David Austin verbinden seit den 1970er Jahren den Duft der Alten Rosen mit den Vorzügen moderner Züchtungen, bevorzugen aber zumeist etwas milderes Klima und freuen sich über einen Winterschutz. Etwas Vorplanung ist beim Anlegen eines Rosenreiches sinnvoll: Sollen geometrische Formen nach barockem Vorbild entstehen oder sind naturnahe Roseninseln mit Begleitstauden gewünscht?

Wer sich Rosen in den Garten holen möchte, muss überlegen, welche Wuchsform für den gewünschten Standort passt, rät Gärtnermeisterin Margrit Körtge von der Rosenschule Karl Zundel in Kassel. Für das Pflanzen im Kübel seien nicht alle Sorten geeignet. Während wurzelnackte Rosen erst im Herbst gepflanzt werden sollten, dürfen Containerrosen fast ganzjährig ins Beet.

Edelrosen und größere Strauchrosensorten kommen einzeln am besten zur Geltung, niedrigere Beetrosen sollten in Gruppen von mindestens drei Pflanzen gesetzt werden. Auch bei den Farben wechselt die Mode, hat die Gärtnermeisterin festgestellt. Im Trend sind Pastelltöne, wie das verwaschene zartviolett der neuen Edelrose „Blue Girl“ – Farben, die „sich vor 20 Jahren so nicht verkauft hätten“. Aber auch Rosa-Lila-Schattierungen sowie Orange- und Gelbtöne sind beliebt.

Mit dem verstärkten Interesse an nostalgischen Rosenformen kam seit den 1980er auch der Duft zurück, der bei der Zucht lange zugunsten der Blütenhaltbarkeit und Pflanzengesundheit vernachlässigt worden war.

Erst der Duft macht eine schöne Rose vollkommen. Als die beste Zeit zum Rosen schnuppern empfiehlt die Gärtnermeisterin den ganz frühen Morgen: „Dann duften sie am intensivsten.“

ADR-Rosen: Infos zu besonders widerstandsfähigen und ausgezeichneten Sorten gibt es hier.

Rosen-Blog: Viele Tipps, historische Geschichten rund um die Königin der Blumen und ein Rosen-Lexikon bietet dieser Rosen-Blog

Gartenseite, Rose, Rosenneuheiten, Edelrose "Blue Girl", Foto: Gisela Busch
Edelrose "Blue Girl © Foto: Gisela Busch

Malvenfarbene Duft-Schönheit: „Blue Girl“, eine Edelrose.

Eigenschaften: 0,80 bis 1,20 Meter hoch, mit jeweils einer sehr großen, zumeist gefüllten Blüte auf langem festen Stiel, hervorragende, öfterblühende Schnittblume, klassisch-edle Knospenform und je nach Sorte stark duftend. Teehybriden, wie Edelrosen auch genannt werden, bilden die älteste Klasse der „modernen“ Kulturrosen und sind in besonders großer Farbenvielfalt erhältlich.

Gartenseite, Rose, Rosenneuheiten, Wildrose Apfel/Kartoffelrose, "Weg der Sinne", Foto: Gisela Busch
Wildrose Apfel/Kartoffelrose, "Weg der Sinne" © Foto: Gisela Busch

Purpurviolette Bienenweide: „Weg der Sinne“, eine Wildrose.

Eigenschaften: 0,80 bis 1,20 Meter hoch, unverwüstliche Heckenrose, einfach blühend mitschöner Herbstfärbung und attraktiven Hagebutten. Gedeiht auch auf mageren Böden sowie an schattigen oder windigen Standorten und nimmt selbst Streusalz nicht übel. Ganzjährig, vor allem in rosa blüht etwa die Apfel- oder Kartoffel-Rose (Rosa rugosa), auch als Dünen- oder Sylter Rose berühmt. 

Gartenseite, Rose, Rosenneuheiten, Beetrose "Martin Luther", Foto: Gisela Busch
Beetrose "Martin Luther" © Foto: Gisela Busch

Knospe in Apricot, Blüte in Weiß: „Martin Luther“, eine Beetrose.

Eigenschaften: 0,40 bis 0,80 Meter hoch, je nach Sorte (kleinblütige Polyantha- oder moderne Floribunda mit größeren Blüten) von einfach bis stark gefüllt und in großer Farbauswahl erhältlich, zumeist in Büscheln blühend und breitbuschig wachsend. Beetrosen kommen in Pflanzgruppen von drei bis fünf Pflanzen am schönsten zur Geltung. Einige Sorten blühen sogar an halbschattigem Platz üppig.

Gartenseite, Rose, Rosenneuheiten, Strauchrose, Malerrose, "Marc Chagall", Foto: Gisela Busch
Strauchrose  "Marc Chagall" © Foto: Gisela Busch

Schön wie ein Gemälde: "Marc Chagall", eine Strauchrose.

Eigenschaften: 1,20 bis 1,80 Meter hoch, buschig wachsend, Blüten entwickeln sich je nach Sorte in Dolden oder Büscheln, gut geeignet als eindrucksvolle Solitärpflanze, die in Gesellschaft niedriger, farblich harmonierender Stauden besonders gut zur Geltung kommt. Unverwechselbar: Die „Malerrosen“ des französischen Züchters Henri Delbard. Wen bevorzugen Sie? Matisse, Degas oder Pissarro?

Gartenseite, Zwergrose "Sonnenröschen", Rosen, Foto: Gisela Busch
Zwergrose "Sonnenröschen" © Foto: Gisela Busch

Üppiger Blütenflor: „Sonnenröschen“, eine Zwergrose.


Eigenschaften: 0,20 bis 0,50 Meter hoch, viele kleine Blütenbüschel, Form von einfach bis gefüllt, kompakt und buschig wachsend und durchgehend blühend, gut geeignet für kleine Rabatten, Steingärten und Beeteinfassungen. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, sollte diese Art nur in Gruppen, je nach Sorte neun bis zwölf Stück gepflanzt werden für den Kübel oder als Balkonpflanze geeignet.

Gartenseite, Rose, Rosenneuheiten, Kletterrose, "Orange Dawn", Foto: Gisela Busch
Kletterrose "Orange Dawn" © Foto: Gisela Busch

Einfach unübersehbar: „Orange Dawn“, eine Kletterrose.

Eigenschaften: Je 8 bis 10 Meter hoch, unterschieden werden „Rambler“ und „Climber“: Rambler sind stark wüchsig, einmalblühend und erobern mit ihren peitschenartigen weichen Trieben besonders gern alte Bäume. Climber haben feste verholzte Triebe, die an Pergolen, Carports oder Mauern eine Rankstütze benötigen. Sie haben größere Blüten als Rambler und blühen mehrmals.

Die Rose „Distant Drums“ weist eine Besonderheit auf: Sie blüht in zwei Farben wie ein Sonnenuntergang.

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