Gartenwochen

Bei Rosen auf Pilzbefall achten

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Mit einer scharfen Schere: Kleingärtner Florian Smolka entfernt regelmäßig verblühte Knospen seiner Rosenpflanzen. Fotos: Schaffner

Sie ist hierzulande die beliebteste Gartenpflanze: die Rose. Viele Sorten blühen den ganzen Sommer hindurch und versprühen einen angenehmen Duft.

Allerdings können Blattläuse, Wespen und vor allem Pilzbefall dem Rosenzüchter einen Strich durch die Rechnung machen –Kleingärtner Florian Smolka erklärt heute, wie man Krankheiten erkennt und worauf man achten sollte.

„Eigentlich sind Rosen pflegeleicht“, sagt der 49-Jährige vom Kleingartenverein Dönche. Gerade im Sommer reiche es je nach Sorte oft aus, sie nach der ersten Blütezeit im Frühjahr mit Rosendünger oder Komposterde zu stärken und regelmäßig zu wässern. „Wer zudem verblühte Knospen entfernt und auf Pilzbefall achtet, hat bis in den Herbst viel Freude“.

Rosenrost und Mehltau

Die bekanntesten Rosenkrankheiten sind Rosenrost, Echter Mehltau und Sternrußtau – allesamt Pilzinfektionen. Rosenrost breitet sich vor allem bei Feuchtigkeit aus. „Deshalb ist es wichtig, dass Rosensträucher gut durchlüftet sind“, sagt Florian Smolka. Befallenes Laub weist rostrote Flecken und schwarze Ränder auf. Der Schönwetterpilz Echter Mehltau breitet sich bei schwül-warmem Wetter aus und hinterlässt einen weißen schimmelartigen Pilzbelag. Sternrußtau erkennt man hingegen an grauschwarzen Flecken. „Befallene Blätter müssen sofort entfernt werden“, sagt Florian Smolka. Allerdings nicht auf dem Kompost, denn dort kann der Pilz überleben und sich weiter ausbreiten.

Vorsicht: Rosenblattrollwespe

Für Schäden können auch Blattläuse und Rosenblattrollwespen sorgen. Bis in den Sommer hinein legt die Wespe Eier an der Unterseite der Rosenblätter ab und sticht dabei das Blatt an. Ihre Larven fressen sich dann später durchs Laub, was dazu führt, dass es sich rollt. „Auch hier sollte man die befallenen Blätter umgehend mit einer scharfen Rosenschere abschneiden und im Hausmüll entsorgen“, sagt der Gartenfreund.

Mittel gegen die unliebsamen Gäste im Garten gebe es zwar ausreichend im Fachhandel. „Diese sind vor allem gegen Insekten aber meist wirkungslos, weil sie versteckt unter dem Laub sitzen“, sagt Florian Smolka. Er selbst entfernt lediglich die befallenen Blätter regelmäßig mit einer Rosenschere. Wichtig dabei sei auch, dass das Schneidwerkzeug anschließend gereinigt werde: „Ansonsten können sich Pilze beim nächsten Schneiden auf andere Pflanzen übertragen.“(psn)

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