Sanierungsirrtümer - Teil 4

Weit verbreitete Sorgen haften an der Hausfassade

Sorgen behindern oft eine kritische und wohldurchdachte Sicht. So verhält es sich auch beim Gedanken an die energetische Sanierung. Dicke Dämmplatten verstecken Stuckfassaden und sind Brandherde, diese landläufigen Meinungen hindern Viele daran, die Sanierung ihres Eigenheims anzupacken.

„Dabei steckt doch viel mehr hinter der Sanierung eines Hauses“, sagt Andreas Skrypietz, Projektleiter von „Haus sanieren – profitieren“, der Klimaschutz- und Beratungskampagne der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Selbst die profane Schönheit eines durchschnittlichen Ein- oder Zweifamilienhauses, von denen es in Deutschland zwölf Millionen unsanierte Exemplare gibt, können durch die Sanierung aufgewertet werden, so Skrypietz. „Die Bedenken, ältere und dekorative Häuser mit einer Dämmung zu verschandeln, sind unsachlich.“ Ganze Gründerzeitviertel, wie es sie in Leipzig, Potsdam oder Halle gebe, bewiesen, dass denkmalgeschützte Gebäude ihren Charakter nach einer energetischen Sanierung behielten, obwohl oder gerade weil sie neu „herausgeputzt“ wurden.

Auch eine Polystyroldämmung an der Fassade erhöhe nicht die Brandgefahr, wie man es aus der aktuellen Berichterstattung lesen könnte. Das Material habe sich als preiswerte und wirkungsvolle Dämmung bewährt und stelle allein kein Brandrisiko dar. „Durch fachgerechtes Anmontieren und Verputzen sowie das Setzen sogenannter Brandriegel ist diese Art der Dämmung energetisch sinnvoll und auch im Brandfall beherrschbar“, so Skrypietz.

Wer sich nicht sicher ist, ob und wie er sich von einem Großteil der Nebenkosten trennen kann, könne den ersten Schritt mit einem Experten der Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ gehen. In der Energie-Checker-Datenbank auf www.sanieren-profitieren.de finden Hausbesitzer Handwerker, Architekten und Ingenieure, die eigens für die Ausführung eines kostenlosen Energie-Checks der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geschult wurden.

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