Gefährlich

Haftstrafe droht: Für welche Pflanze im Garten man eine Genehmigung braucht

Saatkörner des Schlafmohns sind im Mohnkuchen oder in Mohnbrötchen gang und gäbe. Andere Pflanzenteile sind jedoch gefährlich für Mensch und Tier.

Der Schlafmohn gehört zu den ältesten Nutzpflanzen und wurde schon in der Antike aufgrund seiner heilenden Wirkung bei Schmerzen, Schlafstörungen oder Durchfall eingesetzt. Heutzutage darf man sich die Pflanze hierzulande aber nur mit einer ausdrücklichen Genehmigung durch die Bundesopiumstelle des Bundesinstituts für Arzneimittel u. Medizinprodukte (BfArM) im Garten halten.

Warum ist der Anbau von Schlafmohn verboten?

Einige Pflanzenteile des Schlafmohns, botanisch Papaver somniferum, sind für den Menschen unbedenklich. So findet man zum Beispiel die Saatkörner als Teil der Füllung im Mohnkuchen oder in Mohnbrötchen. Der Milchsaft allerdings, der durch Erhitzen der Saatkapseln auftritt, enthält Opiumalkaloide. Dazu gehört auch Morphin, welches als eines der stärksten Schmerzmittel bekannt ist.

Schön anzusehen, aber nicht so einfach erlaubt: Um Schlafmohn anbauen zu dürfen, braucht man in Deutschland eine Erlaubnis.

Es verhindert die Schmerzweiterleitung, wodurch das Schmerzempfinden gesenkt wird. Ärzte benutzen es bei starken und stärksten akuten und chronischen Schmerzen. Bei regelmäßiger Einnahme führt es allerdings zu starker Abhängigkeit, weshalb es strikt rezeptpflichtig ist und nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden darf. Zudem wird aus dem getrockneten Milchsaft, der beim Anritzen der Mohnkapseln austritt, Roh-Opium gewonnen. Es wird als Grundlage für die Herstellung von Rauch-Opium oder Heroin verwendet.

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Anbau von Schlafmohn: Geld- und Haftstrafe bei Verstößen möglich

Aufgrund der gefährlichen Pflanzenteile ist der Anbau von Schlafmohn in Deutschland zu gewerblichen und privaten Zwecken verboten. Wer es trotzdem machen will, muss einen schriftlichen Antrag bei der Bundesopiumstelle einreichen und unter anderem Angaben zum Anbauzweck machen. Die Anbauerlaubnis wird bei Privatpersonen für maximal drei Jahre und maximal zehn Quadratmeter erteilt. Die Erlaubnisgebühr kostet 95 Euro.

Die rechtliche Grundlage für das Verbot ist  §3 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Bei einem Verstoß können bis zu fünf Jahre Haft oder eine Geldstrafe drohen. Die strengen Regeln sollen nicht nur Menschen, sondern auch Tiere wie Pferde, Hunde oder Katzen schützen. Die Alkaloide können schon in geringen Dosen lebensgefählich werden.

Schlafmohn ist Giftpflanze des Jahres 2021

In der Kategorie „giftige Nahrungspflanzen“ wurde der Schlafmohn 2021 zur „Giftpflanze des Jahres“ gewählt. Gleich dahinter folgen Stechapfel, Rhododendron, Efeu und Seerose. Knapp 35 Prozent der Stimmen entfielen auf den Schlafmohn. (fk)

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Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

Rubriklistenbild: © Manfred Ruckszio/Imago

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