Weniger Fleisch, mehr Regionales

So kaufen Kunden wasserschonend ein

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Wer die Wasserknappheit in einigen Ländern nicht verschärfen will, kauft am besten Obst und Gemüse aus der eigenen Region. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

Wasser ist eine wertvolle Ressource, die in vielen Teilen der Welt knapp wird. Um den Wasserverbrauch in diesen Regionen zu senken, achten Verbraucher am besten darauf, woher die Lebensmittel kommen.

Berlin (dpa/tmn) - Für den Umweltschutz Wasser sparen? Das geht nicht nur beim Duschen, Waschen oder Zähneputzen, sondern vor allem beim Einkaufen. Wie das geht, erklärt der WWF anlässlich des Weltwassertages am 22. März.

Bei der Herstellung vieler Produkte wird eine Menge Wasser verbraucht - oben mit dabei sei Fleisch, erklärt Philipp Wagnitz vom WWF Deutschland. Das liege vor allem an der Bewässerung für das Kraftfutter, das zum Beispiel aus Brasilien kommt.

Wer das Wasservorkommen weltweit schonen will, sollte sich dem Experten zufolge an einen einfachen Rat halten: Mehr Regionales und Saisonales einkaufen sowie weniger Fleisch essen.

Für ein Kilogramm Rindfleisch werden den Vereinten Nationen zufolge 15 000 Liter Wasser verbraucht. Dieselbe Menge Äpfel kostet dagegen 700 Liter. "Wie viel Wasser für ein Produkt verbraucht wurde, lässt sich anhand der Verpackung nicht sagen", erklärt Wagnitz. Ein Siegel gibt es nicht.

Für Verbraucher gilt deshalb: "Man sollte vor allem auf die Herkunft der Waren achten", sagt Wagnitz. Denn in Ländern wie Spanien oder der Türkei herrscht Wasserknappheit. Deutschland hat dagegen im Vergleich dazu bisher nicht mit Wassermangel zu kämpfen.

Weltwassertag (Unesco)

Umweltbundesamt zum Wassersparen

Tipps zum bewussten Umgang mit Wasser

Details zu virtuellem Wasser

Unesco-Tabelle: Wasserverbrauch von Produkten

Kann man Regenwasser trinken?

In Notsituationen kann es Leben retten: Weil sie Regenwasser tranken, konnten schon Erdbebenopfer und Schiffbrüchige dem sicheren Tod entrinnen. Doch wäre Regenwasser auch unter normalen Umständen ein alternativer Durstlöscher? Experten raten ab.

Warum eigentlich?

Ob aus Quellen, Bächen, Flüssen oder Seen - Wasser verdunstet, steigt zum Himmel auf, kühlt ab, kondensiert und fällt als Regen wieder zur Erde. Doch die hohe Luftverschmutzung in unseren Breiten sorgt dafür, dass sich Regentropfen auf ihrem Rückweg aus der Atmosphäre mit allerlei Schadstoffen anreichern, darunter Bakterien und giftige Feinstaubpartikel. Die hygienische Qualität ist mit der von Trinkwasser also nicht annähernd vergleichbar. Hinzu kommt: Es enthält - wie destilliertes Wasser - keine für den Körper lebenswichtigen Mineralstoffe.

Ist es also völlig wertlos?

Ganz und gar nicht. Das Umweltbundesamt rät, das weiche Regenwasser zum Gießen von Blumen und Bäumen, Obst und Gemüse oder den Gartenteich zu verwenden. Im Haus kann es zum Reinigen, für die Toilettenspülung oder unter Umständen zum Wäsche waschen genutzt werden. Doch selbst hier drohen hygienische Risiken, da schädliche Keime in die Kleidung gelangen können. Regenwasser sollte also mit der entsprechenden Technik aufbereitet werden. Als Trinkwasser jedenfalls ist es in der EU nicht zugelassen.

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