Sommerglück mit Dahlien zu gewinnen

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Die Uhr tickt – nur noch wenige Wochen bleiben, um mit Gladiolen, Ananasblumen, Lilien und Co den Garten- und Balkonsommer für dieses Jahr vorzubereiten. Bis Ende Mai ist Pflanzzeit für diese Zwiebeln und Knollen.

Dahlien: Garant für Blütenreichtum

Hier geht es zu dem Gewinnspiel:

Schönheiten des Sommers

Dahlien und Begonien, die besondersfrostempfindlich sind, kommen üblicherweise erst in der zweiten Maihälfte in die Gartenerde. Sie bringen vom Sommer bis zum Herbst Farbe in den Garten, denn wenn man Verblühtes entfernt, bilden sie unermüdlich neue Blüten. Begonien und Dahlien sind auch ideal für den Topfgarten auf Balkon und Terrasse.

Einst eine botanische Kostbarkeit

Dahlien haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Die ersten Knollen oder Samen gelangten wahrscheinlich um 1790 von Mittelamerika aus in den botanischen Garten von Madrid. Dahlien wurden daraufhin schnell zu beliebten Zierpflanzen in Europa. Ähnlich wie Tulpen waren sie anfangs Kostbarkeiten, die sich nur wohlhabendere Bürger leisten konnten. Es heißt, eine Dahlie habe damals sogar im Tausch gegen einen Diamanten den Besitzergewechselt.Um 1830 kam es zu einer wahren Dahlien-Manie: Durch das immer größere Angebot konnten sich immer mehr Menschen die anfangs noch exotische Blume leisten. So fand sie auch ihren Weg in die Bauerngärten des 19. Jahrhunderts. Das allgemeine Interesse an den Dahlien war Schwankungen unterworfen. Einige Zeit galten sie als zu bunt und zu ländlich, doch die Dahlie hatte immer auch ihre Verehrer, wie den französischen Maler Monet, der sie in seinem Garten in Giverny pflanzte. Auch die englische Schriftstellerin Vita Sackville-West schätzte Dahlien sehr und pflanzte sie in ihren berühmten Garten von Schloss Sissinghurst. Der außergewöhnliche Farbenreichtum und auch die vielen neuen, kleinbleibenden Sorten und vor allem ihre lange Blütezeit haben Dahlien inzwischen zu einem Star unter den Sommerblumen gemacht.

Farbspiele ohne Grenzen

Dahlien sind vom Wuchs her sehr vielseitig: Einige Schmuckdahlien werden über einen Meter hoch, andere wie die Dahlien aus der Gallery-Gruppe sind mit einer Höhe von 30 bis 40 Zentimetern ideal für Töpfe und Kästen. Mit kompakt wachsenden Dahlien bepflanzte Gefäße sind auch schöne blühende Highlights im Garten oder auf gepflasterten Flächen am Haus.

Die meisten Dahlien haben grüne Blätter, doch es gibt auch Sorten mit dunkelrotem Laub. Das Spektrum der Blütenfarben ist immens und reicht von reinem Weiß über leuchtende Gelb- und feurige Orangetöne bis zu kräftigen Pink-, Rot- und Lilatönen. Außerdem gibt es viele Dahlien mit mehrfarbigen Blüten. Sie bieten ein beeindruckendes Farbenspiel: Manche Blütenblätter sind am Rande dunkel und werden zur Mitte immer heller, andere haben beispielsweise weiße Blütenblattspitzen und eine dunkle Mitte. Dazu kommen Sorten mit Blüten in romantischen Pastelltönen oder mit Farbverläufen wie lodernde Flammen – kaum eine Gartenblume bietet so viele Varianten.

Die Vielfalt ist groß

Zusätzlich zu den Farben variieren auch die Form und Größe der Blüten beträchtlich. Manche haben einen Durchmesser von nur 4 bis 5 Zentimetern, andere blühen tellergroß. Bei einigen Dahlien sind die Blütenblätter röhrenartig gedreht, bei den so genannten Kaktusdahlien laufen sie spitz zu. Manche erinnern mit ihren einfachen Blüten an Wildblumen und sind für den ein oder anderen Betrachter auf den ersten Blick gar nicht als Dahlien zu erkennen.

Die Vielfalt ist groß und damit auch die Möglichkeiten, Dahlien zu verwenden. Höhere wie die Karma-Dahlien sind auch schöne Schnittblumen, die die Farben des Sommers ins Haus oder auf den Gartentisch bringen. Wer gerne den Tag mit einem frischen Blumenstrauß auf dem Frühstückstisch beginnt, gönnt sich am besten ein ganzes Schnittblumenbeet. Dort lassen sich nach Herzenslust Sträuße zusammenstellen. Am besten schneidet man sie morgens, bevor es zu warm wird, dann halten sie sich besser.

Die richtige Pflege

Ein Blick auf das Heimatland dieser unermüdlichen Sommerblüher lässt erahnen, an welchen Standorten sie sich wohl fühlen und welche Pflege sie benötigen: Dahlien gedeihen am besten an einem geschützten und sonnigen Standort. Für eine gute Entwicklung brauchen sie einen durchlässigen und nährstoffreichen Boden.

Dahlien sind nicht winterhart. Sie müssen deshalb vor Frost geschützt im Haus, zum Beispiel in einem frostfreien Keller, überwintern. Weil die Blütenschönheiten etwas frostempfindlicher sind als beispielsweise Gladiolen und Lilien, sollten die Knollen erst im Mai gepflanzt werden, üblicherweise nach den Eisheiligen, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist.

Die Größe der Blüten lässt sich steuern

Die Blütengröße der Dahlien kann durch ein paar Handgriffe leicht beeinflusst werden: Möchte man eine besonders große Blüte pro Stiel, entfernt man die seitlichen Blütenknospen. Sollen sich dagegen mehrere kleine Blüten pro Trieb entwickeln, wird die Spitzenknospe entfernt.

Die Blütezeit verfrühen

Weil Dahlien frostempfindlich sind, werden die Knollen am besten erst ab Mitte Mai ins Freie gepflanzt. Wer die Blüte verfrühen möchte, kann Dahlien jedoch gut vor Frost geschützt im Haus vortreiben. Dazu werden die Knollen schon Anfang April in Gefäße mit humusreicher Blumenerde gepflanzt. Sie kommen dabei nur so flach in die Erde, dass die Enden der alten Stiele noch zu sehen sind. Anschließend werden die Knollen angegossen und in einen kühlen, aber frostfreien Raum gestellt. Wenn die ersten Triebe zu sehen sind, kommen die Töpfe an einen hellen und etwa 18 bis 20 ºC warmen Platz. Im Mai können die Dahlien nach den Eisheiligen nach draußen. So vorgetrieben, blühen sie bereits ab Juni. (IZB)

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