Pflege

Sommerschnitt für Obstbäume: Wo Sie demnächst Hand anlegen sollten

Nahaufnahme von Kirschblüten der Sauerkirsche.
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Die Sauerkirsche braucht im Sommer einen kleinen Rückschnitt.

Einige Obstbäume brauchen im Juli oder August einen Sommerschnitt. Welche das sind und wie Sie vorgehen, erfahren Sie hier.

Bei der Pflege von Obstbäumen spielen Winter- und Sommerschnitt eine große Rolle. Der Winterschnitt regt das Wachstum an, während der Sommerschnitt die Wuchskraft ausbremsen soll. Dies fördert einen reichen Blüten- und Fruchtansatz. Der Sommerschnitt erfolgt nur an Bäumen, die im Winter zwischen November und April einen Winterschnitt erhalten haben. Es handelt sich also um einen ergänzenden Schnitt. Er findet in der Regel im Juli und August eines Jahres statt.

Wann genau findet der Sommerschnitt von Obstbäumen statt?

Wer den Sommerschnitt zu früh vornimmt, läuft Gefahr, dass der Baum noch einmal austreibt. Die späten Triebe schaffen es aber nicht, noch einmal vor dem Winter zu reifen, was sie anfällig für Krankheiten machen. Aber woher erkennt man, ob ein Baum bereit für den Sommerschnitt ist? Das ist ganz einfach: Gegen Ende Juli ist bei den meisten Obstbäumen das Triebwachstum abgeschlossen.

Erkennbar ist dies daran, dass die Neutriebe Endknopsen gebildet haben. Ab dann ist es möglich, den Sommerschnitt vorzunehmen. Sobald die Blattfärbung beginnt, ist das Ende des Zeitraums für den Sommerschnitt von Obstbäumen gekommen. Spätestens bis Mitte September sollte er abgeschlossen sein, damit die Wunden am Baum vor dem Winter noch heilen können.

Welche Obstbäume brauchen einen Sommerschnitt – und wie wird er gemacht?

Besonders pflegebedürftig sind im Sommer die Süß- und Sauerkirsche sowie Apfel- und Birnbäume. Süßkirschen erhalten nach Abschluss der Erziehungsphase jedes Jahr einen Sommerschnitt direkt nach der Ernte oder im Spätsommer, wie das Online-Portal Mein schöner Garten informiert. Dabei werden steil stehende Triebe, Konkurrenztriebe am Mitteltrieb sowie Zweige, die ins Kroneninnere wachsen an der Basis gekürzt.

Bei Sauerkirschen werden die abgeernteten Triebe direkt über der ersten seitlichen Verzweigung gekappt. Bei stark wachsenden Apfel- und Birnbäume sollten Sie ebenfalls im Sommer, sobald die Endknospen vorhanden sind, alle Langtriebe entfernen, die zu dicht stehen oder nach innen wachsen.

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Darum ist ein Sommerschnitt an Obstbäumen vorteilhaft

Beim Sommerschnitt werden in der Regel nur einjährige, steil stehende oder nach innen wachsende Triebe entfernt, die beim nächsten Winterschnitt sowieso zwischen die Gartenschere gekommen wären. Durch das frühere Kürzen der Triebe erhalten die Früchte aber mehr Sonne, sodass diese schneller reifen und einen intensiveren Geschmack erlangen. Des Weiteren fördert der Sommerschnitt die neuen Fruchtäste und deren frischen Blütenknospen, da sie mit weniger Konkurrenz zu tun haben.

Eine lichte Krone hilft im Herbst zudem dabei, dass Regen besser abtrocknet und es seltener zu Pilzerkrankungen kommt. Außerdem verheilen Schnittwunden aufgrund der Wärme im Sommer besser als im Winter. Aber Vorsicht: Es soll nur mäßig ausgelichtet werden, sodass der Baum den Blattverlust kompensieren kann. (fk)

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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