Die Sonne kommt vom Dach

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Hier wird Strom für den Eigenbedarf produziert: Darüber freuen sich Nadine und Tobias Hofmeyer mit Jana (3) und Baby Cora (4 1/2 Monate).

Seit einigen Wochen ist eine kleine graue Klapptafel ständiger Begleiter von Nadine und Tobias Hofmeyer. So lang ist nämlich die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ihres Hauses im Hofgeismarer Ortsteil Carlsdorf in Betrieb.

Das unscheinbare Gerät, das aussieht wie ein Tischkalender, liefert auf Abruf Daten wie beispielsweise den Tagesertrag an Strom, die aktuelle Produktionsleistung oder den Gesamtenergieertrag.

„Mein Vater hat seit acht Jahren eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Ich konnte verfolgen, wie sich die Investition nach und nach lohnt“, sagt Tobias Hofmeyer. Die Anlage habe sich mittlerweile amortisiert. Sie sei zudem für den Endkunden wartungsfrei. In den zehn Jahren sei nur ein Mal der Wechselrichter kaputt gewesen, erklärt er.

Seit im Jahr 2009 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geändert wurde, können Betreiber einer Photovoltaik-Anlage den erzeugten Strom teilweise oder ganz für den Eigenbedarf nutzen, und sie erhalten eine Einspeisevergütung. Tobias Hofmeyer entschloss sich zur Installation einer Anlage auf dem Dach. „Das Thema ist aktuell und der finanzielle Anreiz ist groß. Man tut etwas für die Umwelt“, sagt der Familienvater.

Er beschäftigte sich intensiv mit der Technik. „Man muss sehr viel im Vorfeld planen“, sagt er. Damit beauftragte er die Experten der Firma Solartechnik Stiens aus Kaufungen. „Unser Dach ist nach Westen ausgerichtet, deshalb mussten die Module so angeordnet werden, dass ein maximaler Ertrag möglich ist“, sagt der Hauseigentümer. Die 31 Module sind in drei Gruppen geschaltet. So produziert ein großer Teil der Anlage unvermindert weiter, auch wenn einzelne Module im Schatten liegen. „Die Mitarbeiter der Firma Stiens haben an alles gedacht. Sie erstellen sehr gute und detaillierte Angebote“, sagt Tobias Hofmeyer.

Im Familienalltag hat sich nicht viel geändert. Um den Betrieb der Anlage müssen sich die Hofmeyers nämlich nicht kümmern. Tobias Hofmeyer aktiviert trotzdem gern das graue Kästchen. „Ich bin einfach neugierig, wieviel Strom wir schon produziert haben“, sagt er. (zip)

Lesen Sie hier die "Erneuerbaren Energien"

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