Sonne im Tank

Das Prinzip gilt als neu, ist aber unter Fachleuten schon länger bekannt. Steigende Energiepreise und die Debatte um den Klimawandel haben der Solarthermie-Technik jetzt zum Durchbruch verholfen. Dabei arbeitet eine Begleitheizung mit der herkömmlichen Heizungsanlage zusammen. „So ist sichergestellt, dass auch im Herbst oder Winter niemand kalt duschen muss, nur weil die Sonne nicht scheint“, sagt Carsten Metelmann vom Fachverband Sanitär- und Heizungstechnik in Gießen.

Im Sommer ist die Sonne stark genug, die tägliche Warmwasserversorgung im Haushalt allein zu übernehmen. Das warme Wasser entsteht dann absolut umweltfreundlich. In den übrigen Monaten übernehmen Gas- oder Ölheizungen einen Teil der Warmwasserversorgung, das setzt das Treibhausgas Kohlendioxid frei.

Zwei Kreisläufe

Einfrieren kann das Wasser auf dem Dach nicht. Dafür sorgen Frostschutzmittel. Damit dies nicht ins Trinkwasser gelangt, sind beide Kreisläufe getrennt. Das erwärmte Wasser vom Dach überträgt seine Energie intern an das Trinkwassersystem. Repariert werden müssen Solarthermieanlagen kaum, sagt Energieexpertin Karin Merkel von der Verbraucherzentrale in Hannover.

Im Prinzip sind zwei Modelle auf dem Markt: Beim sogenannnten Röhrenkollektor fließt das Wasser durch langgezogene Glaskolben, die konzentriertem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Je länger der Weg des Wassers, umso mehr Wärmeenergie wird übertragen. Ähnlich funktionieren sogenannte Flachkollektoren, in denen das Wasser durch Kupferrohre geleitet wird. Das verteuert die Anschaffung. „Im direkten Vergleich arbeiten Röhrenkollektoren noch zuverlässiger als Flächenkollektoren“, sagt Merkel.

Von Holger Dirks

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