Stadtvilla mit Durchblick

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Bewacht die Stadtvilla in Melsungen: Hundedame Patty.

Wenn Michael und Felizia Katzer aus Melsungen von ihrem Haus sprechen, zieht ein Lächeln ihre Mundwinkel nach oben. In nicht einmal einem Jahr ist ihr Traum vom Eigenheim realisiert worden. Das Effizienzhaus besticht durch klare Linien und ein überraschendes Energiekonzept.

„Wir wollten nicht jahrelang an dem Haus bauen, sondern zeitnah einziehen. Außerdem waren uns ein fester Preis und ein Ansprechpartner wichtig, nicht hunderte, mit denen wir verhandeln müssen“, sagt der 32-jährige Bauherr Michael Katzer. Da er und Ehefrau Felizia aus Zeitmangel nicht viele Eigenleistungen einbringen konnten, haben sie sich für ein Haus in Fertigbauweise von SchwörerHaus entschieden.

Stadtvilla mit Durchblick

„Eigentlich dachten wir, dass wir uns lediglich ein bestimmtes Musterhaus aussuchen können, aber dann kam Jürgen Reuter nur mit einem weißen Blatt Papier zu uns und fragte, was wir wollen“, sagt Felizia Katzer. Das Paar hatte den Bauberater 2009 während der Kasseler Frühjahrsausstellung kennen gelernt. Was dann folgte, waren mehrere Abende, in denen die drei austüftelten, wie das Traumhaus der Katzers aussehen muss, wenn es schlüsselfertig übergeben wird. Wochenlange Odysseen durch Baumärkte, Bäder- und Küchenstudios gab es bei Familie Katzer nicht. Stattdessen machten sie eine zweitägige Reise nach Hohenstein-Oberstetten in Schwaben zum Werk von SchwörerHaus.

Schnörkel? Keine Chance!

„Dort gibt es 25 000 Artikel, alles von der Tapete bis zum Türgriff. Wir waren aber sehr schnell einig, wie wir uns einrichten wollen“, erklärt die 29-jährige Felizia Katzer. Gemütlich sollte es sein, akkurat, pflegeleicht, praktisch und schnörkellos.

Von außen besticht die Stadtvilla durch die gefällig angeordneten Fenster und das auffällige Zeltdach. Innen bestimmen kurze Wege im offenen Wohnbereich, Möbel mit klaren Linien und warme Farben den Einrichtungsstil. Dazu passen die bodentiefen Fenster, die viel Licht hineinlassen und allein dadurch schon den Blick auf die an das Wohnzimmer anschließende Terrasse, Tannen und die nordhessische Landschaft freigeben.

„Unser Haus war quasi ein Weihnachtsgeschenk“, sagt Michael Katzer und lacht. Die Lieferung der einzelnen Teile in Holztafelbauweise kam nämlich am 2. Dezember 2009 per Lastwagenkolonne. Innerhalb von drei Tagen stand es samt Dachstuhl, im Februar packte bereits die Umzugsfirma die Kisten ins Haus. Besonders stolz ist das Paar auf die Frischluftheizung. Sie funktioniert über ein ausgeklügeltes Be- und Entlüftungssystem im KFW 55-Effizienzhaus mit Luft-/Wasser/Wärmepumpe. „So können wir das Haus im Sommer kühlen und im Winter heizen“, erklärt Felizia Katzer. Da die Außenluft angesaugt, gefiltert und verteilt wird, hat ihr Mann weniger Probleme mit Heuschnupfen.

„Für die 130 Quadratmeter Wohnfläche plus Keller zahlen wir zwischen 700 und 800 Euro im Jahr für Wasser und Heizung“, sagt der 32-jährige Dekra-Sachverständige. Und für die Diplom-Informatikerin Felizia Katzer stellte sich die Frage nach der Nutzung von erneuerbaren Energien gar nicht erst. Es war klar, das eine Photovoltaikanlage auf das Dach ihres Eigenheims kommt. Schließlich arbeitet sie beim Kasseler Konzern SMA.

Einmal Eishockey, immer Huskies

Wer durch das Haus der Katzers schlendert, dem fällt ein Detail irgendwann ins Auge: Die Leidenschaft für Eishockey verbindet das Ehepaar. Trikots und Schals der Kassel Huskies sind über einen Stuhl drapiert, ein Plüsch-Husky hockt im Regal, ein Puck der Mannschaft lenkt den Blick auf die Garderobe. Als Michael Katzer den Puck in die Hand nimmt und umdreht, grinst er: „Da hat der Verlobungsring für meine Frau geklebt“, sagt er.

Den Antrag hat er ihr 2007 während eines Eishockeyspiels in Düsseldorf gemacht. Heute spielen die beiden selbst in einer Hobby-Eishockeymannschaft und stapeln Schläger, Helme und Co. in ihrem Keller. Bis zum nächsten Ausflug aufs Eis.

(Judith Strecker)

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