Wohnen in deutschen Metropolen

Beim Kauf eines Hauses oder einer Wohnung ist ein Städtevergleich sinnvoll. Großstädte wie Frankfurt, München, Berlin oder Hamburg wachsen unterschiedlich schnell. Das belegt eine Studie zur demografischen Entwicklung in Metropolstädten.

Welche Großstadt wird auch in Zukunft deutlich wachsen? In welcher Metropole leben die meisten Kinder? Und welche Stadt bietet ihren Einwohnern - statistisch gesehen - am meisten Platz? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert ein Städtevergleich.

Ausführlich analysiert wurden die aktuelle demografische Situation und die prognostizierte Entwicklung für Berlin, Hamburg, München und Frankfurt am Main.

Der Städtevergleich basiert auf repräsentativen Analysen im Auftrag der comdirect bank. Fokus waren das demografische Wohn- und Lebensumfeld in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt. Als Grundlage dienten Daten von Acxiom Deutschland, dem Statistischen Bundesamt, dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung sowie der comdirect bank. Die Auswertung der Daten erfolgte im Herbst 2009.

Wachstumsprognose der Städte

Die Münchner haben die Nase klar vorn - in der Bayernmetropole wächst die Bevölkerungszahl am stärksten. In Hamburg, Frankfurt und Berlin dagegen fällt das Bevölkerungswachstum deutlich geringer aus.

Hamburg bietet reichlich Platz - zumindest im Metropolenvergleich. Auf jeden Quadratkilometer der Hansestadt kommen im Schnitt 2.344 Einwohner und damit deutlich weniger als in Berlin (3.831) oder Frankfurt (2.654). In München leben statistisch gesehen sogar 4.225 Menschen pro Quadratkilometer.

München boomt - und wächst deutlich stärker als andere Großstädte in Deutschland: Zwischen 2000 und 2007 ist die Einwohnerzahl um 7,7 Prozent gestiegen. Hamburg, Frankfurt und Berlin liegen hier deutlich zurück. In München und Frankfurt stehen in den kommenden Jahren die Zeichen auf Wachstum. Laut Prognosen wird die Nettozuwanderungsrate in Berlin und Hamburg dagegen deutlich zurückgehen.

Tipps für den Immobilienkauf

Jeder sechste Einwohner in Hamburg und Frankfurt ist jünger als 18 Jahre. München dagegen entspricht fast dem Durchschnitt der untersuchten Großstädte, gemessen an der Familienquote, Berlin liegt leicht darunter. Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte bei der Wahl des Objekts und der Lage auch die langfristige demografische Entwicklung des Standorts berücksichtigen. Das gilt nicht nur dann, wenn die Immobilie als reines Anlageobjekt dienen soll. Auch Familien oder Paare, die ein Haus oder eine Wohnung für die Eigennutzung erwerben, sollten von Anfang an die Option zum späteren Verkauf einkalkulieren. Die künftige Wertentwicklung eines Objekts dürfte zunehmend auch von der demografischen Entwicklung an dem Standort beeinflusst werden. (comdirect)

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