Staffelmietverträge: So funktionieren Mieterhöhungen

+
Bei Staffelmietverträgen darf die Miete frühestens nach einem Jahr erhöht werden. Foto: Jens Kalaene

Wer einen Staffelmietvertrag unterschrieben hat, muss mit regelmäßigen Mieterhöhungen rechnen. Das heißt aber nicht, dass der Vermieter nach Belieben die Miete steigern darf. Auch für ihn gilt etwa die Mietpreisbremse.

Berlin (dpa/tmn) - Mieter und Vermieter können einen sogenannten Staffelmietvertrag vereinbaren. Dann gilt: Die Miete muss für mindestens ein Jahr unverändert bleiben.

Der Vermieter muss bei den vertraglich vereinbarten Erhöhungen außerdem gegebenenfalls die von der Mietpreisbremse vorgegebenen Grenzen beachten, informiert der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland.

Im Staffelmietvertrag legt der Vermieter schriftlich die Zeitpunkte der Erhöhungen fest. Außerdem muss er die jeweilige Miete ausweisen sowie den genauen Betrag der Erhöhung. Während der Geltungsdauer des Vertrages sind weitere Erhöhungen der Miete ausgeschlossen. Der Mieter muss die Erhöhung jeweils mit dem Eintritt des jeweiligen Datums zahlen. Mieter müssen dabei selbst an den Beginn der neuen Staffelung denken. Der Vermieter muss sie nicht zusätzlich darauf hinweisen oder den Betrag extra einfordern.

Mit Beginn der letzten Staffelung läuft die Staffelvereinbarung aus. Das Mietverhältnis geht dann regulär weiter. Der Vermieter kann also nicht einfach Mieterhöhungen verlangen, die sich aus einer logischen Fortführung der Staffelungen ergäben. Im Gegenzug kann er ab diesem Zeitpunkt auf die gesetzlich möglichen Mieterhöhungen zurückgreifen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.