Studie: Deutschland droht Wohnungsnot

+
In den zehn deutschen Großstädten fehlen bis zu 100 000 Wohnungen.

Berlin - Großstädten und Ballungsräumen in Deutschland droht Studien zufolge eine Wohnungsnot. Bis 2017 müssten bis zu 825 000 Mietwohnungen neu gebaut werden.

So lautet das Ergebnis von zwei Studien, die das Pestel-Institut Hannover und der Bochumer Wohnungsbau-Experte Volker Eichener im Auftrag der Kampagne “Impulse für den Wohnungsbau“ erstellt haben. Die Ergebnisse wurden am Donnerstag in Berlin vorgestellt. Besonders in Großstädten, Ballungszentren und Universitätsstädten habe sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt deutlich zugespitzt.

Aktuell fehlten in den zehn deutschen Großstädten, die den größten Wohnungsmangel haben, mehr als 100 000 Mietwohnungen. Davon rund 31 000 in München, 17 500 in Frankfurt am Main, 15 000 in Hamburg und 8000 in Stuttgart.

Die Hartz-IV-Wohnung

Die Hartz-IV-Wohnung

Der schrittweise Rückzug des Bundes aus der Wohnungsbauförderung in den vergangenen 15 Jahren habe zu der Wohnungsnot geführt, hieß es. Zudem hätten die Bundesländer die soziale Wohnraumförderung um nahezu 80 Prozent reduziert. Beteiligt an der Kampagne sind unter anderem die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, das Baugewerbe, der Deutsche Mieterbund und der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.