Stufe für Stufe aufsteigen

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Perfekt angepasst: Welchen Stil und welches Material Bauherren für ihre Treppe wählen, sollten sie gut überlegen, denn eine andere Treppe ist aufwändig und meist teuer.

Ganz nach oben wollen alle. Der Weg dorthin lohnt sich Stufe für Stufe mehr. Vor allem, wenn der Speicher unterm Dach kein düsteres Dasein als Abstellfläche für Ausrangiertes fristet, sondern zum hellen Wohnraum mit freiem Blick in den Himmel ausgebaut wird.

Nur noch das Dach über dem Kopf – das verspricht ein himmlisches Gefühl von Freiheit und macht den Wohnraum in Spitzenlage so wertvoll. Der Boden kann es sein, der einen in die Wirklichkeit zurückholt, denn er muss tragfähig sein. Sonst zerplatzt der Traum vom Reich unterm Dach wie eine Seifenblase.

Angenehmer Aufstieg

Auch für die Treppe dorthin gibt es Richtlinien. So ist ab drei Stufen ein Geländer vorgeschrieben, das idealerweise eine einheitliche Höhe zwischen 90 und 110 Zentimetern hat. Die Treppensteigung entscheidet darüber, wie anstrengend der Aufstieg ist. „Je flacher, desto bequemer, also am besten 17 Zentimeter Stufenhöhe und 29 Zentimeter Stufenbreite“, rät Siegfried Henle, Fachplaner von Fuchs-Treppen. Die Entscheidung für eine Treppe sollte gut überlegt sein, denn es ist eine fürs Leben. Sie zu korrigieren und eine andere Treppe einzubauen, ist immer mit hohem Aufwand und immensen Kosten verbunden.

Statik entscheidend

 Beim Dachausbau gibt es nur den Weg durch die Decke. Die richtige Stelle und die optimale Größe für den Treppen-Durchbruch zu bestimmen, dafür benötigt man die Hilfe von Spezialisten, besonders bei Spitzdächern. „Eine Kopfhöhe von zwei Meter sollte schon vorhanden sein. Das macht die Planung oft nicht leicht“, erklärt Treppenfachplaner Siegfried Henle. Außerdem gilt es, die Deckenstatik zu kennen. So müssen bei Holzbalkendecken Lage und Richtung der Balken berücksichtigt werden, und bei einer Stahlbetondecke die Bewehrung, also die Lage der in den Beton eingearbeiteten Eisenstäbe. Bei einer Holzbalkendecke greift dann meist der Zimmerer zur Säge und schafft Platz für die Treppe.

Gleicher Stil

 Bei einer Stahlbetondecke ist ein großflächiger Ausschnitt aufwändiger und kostspieliger. Dafür existiert meist bereits eine Luke für eine Einschubtreppe. Diese Öffnung kann vielfach genutzt werden, wenn man sich mit einer Raumspartreppe begnügt. „Auch wenn es der nüchterne Name nicht vermuten lässt, dahinter verbergen sich Lösungen, die auch Designliebhaber begeistern“, erklärt Siegfried Henle. Gibt es im Haus bereits eine Treppe, macht es Sinn, diese im selben Material und Stil bis ins Dach fortzuführen. NH

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