Tipp vom Fachmann: Das ganze Jahr über schöne Rosen

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Hält Rosen gesund: Jürgen Völlmecke vom Gartencenter Meckelburg.

Selten haben Rosen so sehr gelitten wie im vergangenen Winter. Milde Temperaturen bis in den Februar und von einem Tag zum nächsten über minus 20 Grad haben nicht nur Rosen regelrecht schockgefrostet. Sogar Rosen, die schon seit vielen Jahren üppig geblüht haben, sind erfroren.

Wenn man an diesem Standort eine Rose nach-pflanzen möchte, hört man immer wieder, dass dort, wo eine Rose stand, keine Rose mehr gepflanzt werden sollte. Dies stimmt an sich auch, denn hier haben wir es mit dem Phänomen der Bodenmüdigkeit zu tun. Dies gilt allerdings nur, wenn Rosen wirklich lange gestanden haben. Bei Rosen, die jünger als drei Jahre waren spielt das keine Rolle.

Bei Bodenmüdigkeit kann man mit einer ausgewogenen Düngung allein nach der Neupflanzung kein gesundes Wachstum erreichen. Das liegt daran, dass über die Jahre die „alte“ Rose dem Boden nicht nur Nährstoffe entzogen, sondern auch Abbauprodukte und schädliche Krankheitserreger hinterlassen hat.

Die einfachste Lösung wäre ein anderer Standort für Rosen. Wenn das nicht in Frage kommen sollte, hilft nur ein tiefgründiger Bodenaustausch. Da Rosen Tiefwurzeler sind, wäre eine Tiefe von mindestens 80 Zentimetern wünschenswert. Eine andere Möglichkeit wäre, dem Boden zwei bis drei Jahre Erholung zu gönnen und diese Zeit mit Stauden und Saisonpflanzen zu überbrücken.

Tipp für gesunde Rosen

Bei schönem Wetter kann man den Rosen beim Wachstum sprichwörtlich zuschauen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis sich die ersten Knospen zeigen. Leider entwickeln sich auch schädliche Pilze wie Rosenrost, Sternrußtau und echter Mehltau sehr schnell. Hier empfiehlt es sich, mit einem geeigneten Pilzmittel zu spritzen, bevor das Schadbild sichtbar wird. Ich habe gute Erfahrung mit einem Cocktail aus Pilzmittel und einem Blattdünger gemacht.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell der Dünger über das Blatt wirkt und die Rosenblätter quasi über Nacht kräftig grün werden. Meiner Meinung nach sollten Blattläuse, die die Rosen gelegentlich überfallen, nur bei sehr starkem Befall bekämpft werden. Marienkäfer und andere Nützlinge halten sie zumeist doch im Schach. (nh)

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