Tipp vom Garten-Fachmann: Tomaten und Gurken vertragen sich nicht

Kennt sich aus: Jürgen Völlmecke vom Gartencenter Meckelburg.

Was im Salat sehr lecker schmeckt, sorgt bei der Kultur im Gewächshaus tatsächlich für Probleme, erklärt unser Gartenexperte Jürgen Völlmecke vom Gartencenter Meckelburg.

Hält man Gurken und Tomaten zusammen im Gewächshaus, werden oft die Tomatenpflanzen klasse und die Gurken bekommen Mehltau und Spinnmilben. Erntet man hingegen viele Gurken von gesunden Pflanzen, so kommt es immer wieder vor, dass die Tomaten von Kraut- und Braunfäule befallen werden und eingehen.

Aber wie kommt das? Das Geheimnis liegt in der relativen Luftfeuchte. Beide Pflanzengattungen, Tomate wie Gurke, lieben hohe Sommertemparaturen. Die Gurke, deren Vorfahren aus tropischen Regionen stammen, benötigen dazu noch eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Dies ist nur mit üppigen Wassergaben auf die Erde zu erreichen, oder mal gelegentlich auf das Blatt, aber ohne Durchzug.

Die Tomate hingegen, ursprünglich aus den Hochgebirgen Südamerikas, braucht zur Wärme ein trockenes Blatt. Deshalb ist zwar reichlich gießen angesagt, aber mit Hilfe eines eingesenkten Blumentopfes.

Die Feuchtigkeit auf der Erde muss möglichst gering gehalten werden und die Blätter dürfen nicht nass werden. Übrigens sorgt auch ein konsequentes Ausbrechen der Nebentriebe für einen luftigen Standort. Haben Tomaten eine Höhe von circa einem Meter erreicht, sollten die Blätter bis zum ersten Blütenstand entfernt werden. Denn der Pilz arbeitet sich für gewöhnlich von unten nach oben hoch. Empfehlung: Beim Gießen nicht so spritzen.

Trotzdem wären Tomaten und Gurken gemeinsam im Gewächshaus schon eine tolle Sache. Dies ist auch möglich, wenn man sich eines Tricks bedient. Hobbygärtner können das Gewächshaus, sofern es groß genug ist, mit Malerfolie unterteilen. So kann ein feuchtwarmer Bereich für die Gurken und ein trockenenwarmer Bereich für die Tomaten geschaffen werden.

Auch sind veredelte Tomaten und Gurken zu empfehlen. Sie liefern höhere Erträge und sind von robusterer Natur. „Falls man sich aus Platzgründen für die Tomate oder die Gurke im Gewächshaus entscheiden muss, empfehle ich die Gurke“, sagt Jürgen Völlmecke. Tomaten lassen sich nämlich auch sehr gut im Freiland und sogar im großen Kübel an sonniger, warmer Stelle kultivieren, sofern sie keinen Regen von oben abbekommen.

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