Wie der Umzug gelingt

Einen Lkw so zu beladen, dass sehr viel rein passt und trotzdem nichts passiert ist zu 80 Prozent eine Frage der Erfahrung und zu 20 Prozent von der Verpackung abhängig.

Im Vorfeld sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass möglichst einheitliche Kartons verwendet werden – idealerweise Umzugskartons der gleichen Größe. Diese sind stapelfähig und sehr stark belastbar. „Hände weg von Bananen -, Windel- und sonstigen Versandkartons. Die Einsparung steht in keinem Verhältnis zum Mehraufwand oder gar zur Schadensquote“, sagt Andrea Lösch, Inhaberin einer Umzugsfirma.

Für den Umzug sollten außer einem Lkw noch einige Dinge organisiert werden: Mindestens 20 bis 30 Packdecken, dazu Bindematerial – idealerweise Bindegurte. Auch Jalousiebänder oder – vorsichtig angewandt – Ratschen können zur Befestigung dienen. Ungeeignet sind Stricke, Schnürsenkel, Taue oder Wäscheleinen. Mit rundem Bindematerial riskiert man durch die geringe AuflageflächeDruckstellen. Auch eine kleine Leiter gehört zur Umzugsausrüstung.

„Egal ob man nur zwei Straßen oder zwei Länder weiter umzieht, Transportschäden passieren auf den ersten Metern“, sagt Andrea Lösch. Damit Anfahren und Bremsen ohne böse Folgen bleibt, sollte das Umzugsgut in Längsrichtung gestellt werden. Zur idealen Platzausnutzung muss der Lkw-Raum auch in der Höhe genutzt werden.

Einsatz der Helfer

Ein Umzugshelfer sollte immer auf dem LKW bleiben, um die Güter von den Trägern entgegen zu nehmen. Im Idealfall hat er bei der Entladung den gleichen Platz: Er weiß, was wie inander verschachtelt ist. Zuerst werden die Kartons verpackt, diese werden bis Oberkante Lkw in Längsrichtung geschlichtet. In kleine Spalten oben und seitlich können beispielsweise Säcke, Bügelbretter und Wäschespinnen untergebracht werden. Dabei kann die Leiter gute Dienste leisten. Nach der letzten kompletten Reihe aufhören – seitlich vor der Wand wird weiter geschichtet. Für Schrankteile wird ein Bindegurt auf dem Boden ausgebreitet und darauf eine Decke gelegt. Schlüssel sollten abgezogen, Griffe abgeschraubt werden. Front wird auf Front, Rückseite an Rückseite gestellt, Packdecken schützen die einzelnen Teile. Wenn alle verladen sind, sollten sie an der Bordwand verzurrt werden. Bei seitengleichem Aufbau kann der Zwischenraum mit kompakteren, belastbaren Möben gefüllt werden. Darüber kommen sperrige Dinge wie Sessel oder Stühle. Die Lücken können mit Kartons, Kissen oder Blumen gefüllt werden. Computer oder Fernseher sind am besten unter einem Tisch aufgehoben. Bei nicht zerlegbaren Schränken kann der Innenraum mitgenutzt werden.

Empfindliche Glasplatten oder Bilder sollten einen gemeinsamen Standort haben. Ist die Wohnung leer, werden Garage und Keller ausgeräumt. Zuletzt sollten Großgeräte wie Waschmaschine oder Kühlschrank verladen werden, sie haben als erstes einen Platz in der neuen Wohnung.

Sicherheit ist beim Umzug oberstes Gebot. Die Beladung sollte immer wieder sorgfältig geprüft werden. Am Zielort ist es ratsam, die Tür sehr vorsichtig zu öffnen. Ein ruhiges Vorgehen trägt grundsätzlich zur Sicherheit bei. (nh)

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