Verbraucherzentralen: Gesetzliche Regeln für Dispo-Kredite

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vzbv-Vorstand Gerd Billen.

Berlin - Aus hohen Dispozinsen fürs Konto-Überziehen müssen Kunden nach Ansicht der Verbraucherzentralen leichter herauskommen können. Ungefähr jeder sechste Bankkunde steht mit seinem Girokonto im Minus

Häufig bestünden bei Geldinstituten schlechte Chancen, vom teuren Dispokredit in günstigere Ratenkredite zu wechseln, teilte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Dienstag mit. In einer Stichprobe bei 59 der bundesweit 1000 Schuldnerberatungsstellen habe sich ergeben, dass im Schnitt 70 Prozent solcher Wechselwünsche abgelehnt oder nicht beantwortet würden. Nötig sei eine gesetzliche Pflicht für Banken, eine Umschuldung in einen Ratenkredit anzubieten, wenn Kunden Dispokredite mehr als zwölf Monate voll ausschöpften.

Regionale Banken sind Spitzenreiter beim Dispozins

“Zins-Wucher“ mit Dispozinsen von zwölf Prozent und mehr müsse ein Ende haben, kritisierte vzbv-Vorstand Gerd Billen. Daher sollten per Gesetz niedrigere Obergrenzen festgelegt werden. Ungefähr jeder sechste Bankkunde in Deutschland steht nach Branchenangaben mit seinem Girokonto im Minus.

Wie die Stiftung Warentest mitteilte, liegt der Schnitt der Dispozinsen in Deutschland bei 12,4 Prozent. Spitzenreiter sind laut einer Erhebung von Finanztest drei regionale Banken, die einen Zinssatz von 14,75 Prozent erheben: die Kaltenkirchener Bank, die Volksbank Braunlage und die Sparkasse Münden.

dpa

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