Junifruchtfall

Warum verliert der Apfelbaum so viele Früchte?

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Wurden am Apfelbaum zu viele Blüten bestäubt, muss das Gehölz einen Teil der heranwachsenden Früchte abstoßen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Im Frühling fallen von vielen Apfelbäumen einige Früchte auf den Boden, die noch klein und unreif sind. Womit hängt das zusammen und wie sollten Gärtner darauf reagieren?

Bonn (dpa/tmn) - Viele Apfelbäume verlieren im Frühling ihre kleinen Früchte. Aber das ist in der Regel nicht schlimm - ganz im Gegenteil: Es handelt sich um einen normalen Vorgang der Natur.

Die Bäume befreien sich von ungenügend befruchteten und überzähligen Früchten, erläutert die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Zu viele Früchte überfordern einen Baum. Ein ausreichend befruchteter Apfel bildet Wachstumsregulatoren oder Pflanzenhormone, die vom Baum Nährstoffe, Zucker und Wasser für die Frucht einfordern. Das kann das Gehölz nur in einer begrenzten Menge leisten.

Ist ein Fruchtansatz nicht ausreichend befruchtet worden, wird auch er abgeworfen. Das erkennt der Baum am geringen Hormonfluss der Frucht. Er bildet dann eine Korkschicht am Stielansatz und trennt den Apfel so von der weiteren Versorgung ab.

Der sogenannte Junifruchtfall trifft etwa die Sorten Elstar und Jonagold besonders. An Apfelbäumen, die gut besetzt sind und nur wenige Früchte verlieren, sollte der Hobbygärtner sogar nachhelfen, um die Ernte zu verbessern. Die Experten raten, so viele Äpfel zu entfernen, dass zwischen zwei Früchten immer rund eine Handbreite Abstand ist.

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