Wenn die Chemie stimmt - Warum Blätter im Herbst bunt werden

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Wenn die Temperaturen im Herbst sinken, spielen die grünen Farbstoffe in den Blättern eine immer kleinere Rolle. Stattdessen kommen zum Beispiel rote Bestandteile wie bei dieser Brombeere zum Vorschein. Foto: Andrea Warnecke

Bonn (dpa/tmn) - Sie werden gelb, ocker, sogar leuchtend rot, aber irgendwann auch braun und fallen ab: Die Blätter vieler Bäume färben sich im Herbst ein und sterben ab. Dahinter steckt ein chemischer Prozess, erläutert die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Blätter haben immer verschiedene Farbstoffe in sich - nur sieht man die im Sommer nicht alle. Dann überlagert das grüne Chlorophyll die gelben bis rötlichen Farbstoffe. Aber im Herbst wird das Chlorophyll abgebaut und seine Bestandteile wandern in die Äste und den Stamm.

Dann ist die Bühne frei für andere Farbstoffe wie Carotine, Xanthophylle und Anthocyane. Letztere bildet sich sogar erst im Herbst durch chemische Umwandlungsprozesse in den absterbenden Blättern. Anthocyane können den Zellsaft tiefrot färben.

Ausgelöst wird das Farbspiel und letztlich auch das Fallen der Blätter durch die Witterungsänderungen im Übergang vom Sommer zum Herbst - optimal sind niedrige Temperaturen in der Nacht und hohe am Tag sowie intensive Sonneneinstrahlung. Außerdem lösen die kürzeren Tage und geringen Temperaturen in den Gehölzen die Umwandlung von Stärke in Zucker aus. Das erhöht die Frosthärte der Bäume. Ist es sehr trocken, können die Blätter um mehrere Wochen früher fallen als üblich.

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