Kaktus des Jahres 2017

Den Western-Kaktus im Winter trocken halten

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Kaktus des Jahres 2017: Der sogenannte Western-Kaktus ist in Arizona heimisch. Foto: Michael Zehender

Der Kaktus des Jahres 2017 hat viele Namen: Saguaro und Carnegiea gigantea, vor allem aber ist er uns als Western-Kaktus bekannt. Denn an ihm reiten Indianer und Cowboys im Film vorbei. In Deutschland kann er auch wachsen - wenn er nicht Frost ausgesetzt ist.

Bonn (dpa/tmn) - Den Kaktus des Jahres haben die meisten schon mal im Fernsehen gesehen: Der Carnegiea gigantea ist der typische Kaktus in Cowboyfilmen, was ihm seinen Volksnamen Western-Kaktus eingebracht hat.

Der Western-Kaktus ist auch die offizielle Staatsblume des US-Wüstenstaates Arizona. Die Deutsche Kakteen-Gesellschaft (DGK) in Bonn hat den Western-Kaktus zum Kaktus des Jahres 2017 ernannt.

Der Western-Kaktus bildet säulenförmige Äste, die wie Kleiderhaken vom Hauptstamm abzweigen. Er mag ein äußerst durchlässiges Substrat, von dem das Gießwasser schnell wieder abtrocknet. Im Winter sollte der Hobbygärtner den Kaktus am besten trocken halten. Der Standort sollte nicht zu kalt sein, denn Frost kann das Wachstum zum Stocken bringen und die Pflanzen sogar töten.

Hobbygärtner können die Pflanze mit Samen aufziehen. Carnegiea gigantea ist laut DGK ein Lichtkeimer, seine Samen dürfen also nicht von Erde bedeckt sein. Dann keimen sie bei 20 Grad Umgebungstemperatur innerhalb von 14 bis 28 Tagen. Die Jungpflanzen brauchen zunächst im Hochsommer leichten Schatten, erst im Alter vertragen sie volle Sonneneinstrahlung.

Aber man darf sich nichts vormachen: Die Pflanzen brauchen viel, viel Zeit zum Wachsen. Die DKG spricht von zehn Zentimetern in zehn Jahren - und das unter kontrollierten Bedingungen, unter denen die Pflanzen schneller wachsen als in der Natur. Hier werden nach zehn Jahren nur etwa vier Zentimeter erreicht. Dafür kann Carnegiea gigantea am natürlichen Standort aber über 200 Jahre alt werden, erklären die Experten. Die erste Blüte zeigt sich erst nach 50 bis 75 Jahren.

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