Energiewoche

Windstärke ist das, was zählt

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Liefert den Strom fürs Haus: Eine Kleinwindkraftanlage im Garten. Weitere Infos auf: www.klein-windkraftanlagen.com

Während Solaranlagen in Deutschland weit verbreitet sind, steht der Markt für Kleinwindkraftanlagen erst am Anfang. Ein Mini-Windrad ist eine gute Ergänzung, da sich Solar- und Windenergie übers Jahr gesehen ausgleichen.

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Wichtigster Erfolgsfaktor für den Betrieb einer Kleinwindanlage ist eine windstarke Lage. Mitten im Wohngebiet ist der Wind oft zu schwach, da andere Häuser und Bäume den Wind abhalten.

Stärker bläst es in der Regel in Randlagen, als auch in Höhen- und Einzellagen. Mit einer Windmessung kann das Potenzial erfasst werden. Für die Wirtschaftlichkeit ist auch ein möglichst hoher Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms wichtig. Bei einem Tarif von 8,5 Cent pro Kilowattstunde ist die Einspeisung und Vergütung nicht lukrativ.

Baugenehmigung erforderlich

Für die Errichtung einer Kleinwindkraftanlage ist in der Regel eine Baugenehmigung notwendig. Das Einverständnis der Nachbarn begünstigt einen positiven Bescheid. Für viele Bau- und Fachbehörden sind Kleinwindräder Neuland.

Vor dem Dialog mit dem Bauamt sollte man sich grundlegend mit dem Genehmigungsrecht vertraut machen. Vorsicht ist bei der Auswahl einer geeigneten Windturbine geboten. Nicht jedes in Deutschland angebotene Kleinwindrad ist sturmsicher. Am effizientesten sind sogenannte horizontale Windkraftanlagen. Alle Großwindkraftanlagen entsprechen dieser Bauform. Windräder mit vertikaler Rotorachse haben sich aufgrund diverser Nachteile noch nicht nachhaltig im Markt durchsetzen können.

Freistehendes Windrad ist meist die bessere Wahl

Die Dachmontage von Solaranlagen ist unkritisch, bei Kleinwindkraftanlagen stellt sie die Ausnahme dar. Ein frei stehender Mast neben dem Haus ist in der Regel die bessere Wahl. Ein Windrad kann aufgrund von Körperschallübertragungen unangenehme Geräusche im Gebäude verursachen.

Problematisch sind oft die Windverhältnisse auf Dächern, da der Gebäudekörper Windturbulenzen verursacht. Letztendlich ist es eine Einzelfallentscheidung, da Lage des Gebäudes als auch Dachform und -höhe sehr unterschiedlich sein können. (nh) E Weitere Informationen für Verbraucher findet man auf:

www.klein-windkraftanlagen.com

Von Patrick Jüttemann/nh

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