Wohnerlebnis zwischen drinnen und draußen

+
Ursprung in England: Dort entwickelten sich im 18. Jahrhundert zahlreiche luxuriöse Anbauten an Häusern, die sich nur Wohlhabende leisten konnten. Heute sind sie für fast jeden erschwinglich und bieten rund um das Jahr viel Licht und Natur.

Kein Wunder, dass sich dieses besondere Wohnerlebnis wachsender Beliebtheit erfreut. Allerdings muss man sich diese Möglichkeit, Licht und Natur zu jeder Jahreszeit ganz nah und doch geschützt zu erleben, auch einiges kosten lassen. Umso sorgfältiger sollte man den (An-)Bau eines Wintergartens angehen.

Wintergärten stehen für Lebensqualität, setzen oft architektonische Akzente und können den Wert der Immobilie beträchtlich steigern. Doch Vorsicht: Mit Billig-Lösungen, die nicht zur Optik des Haupthauses passen, kann man sich durchaus auch verschlechtern, sowohl ästhetisch als auch beim Marktwert.

Wer einen Wintergarten ganzjährig als Wohnraum nutzen will, muss an die Energiebilanz denken. Je nach Himmelsrichtung sind die Anforderungen unterschiedlich. An der Nordseite eines Hauses geht es nicht ohne Heizung, an der von der Sonne gewärmten Südseite ist dagegen eine Beschattung unabdingbar. Zum Schutz vor Überhitzung kommen Markisen, Sonnensegel, Rollos oder Vorhänge in Frage. Grundsätzlich ist eine Außenbeschattung wirkungsvoller als Innensysteme.

Alu, Holz oder Kunststoff

Als Material für die Trägerprofile der Konstruktion stehen Aluminium, Holz und Kunststoff zur Auswahl. Aluminium ist langlebig, witterungsbeständig und bei großen Spannweiten erste Wahl. Holz wird oft im Innern verwendet, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Preiswert und pflegeleicht ist Kunststoff.

Wie jeder Raum muss auch ein Wintergarten gut gelüftet werden. Da erwärmte Luft nach oben steigt, kann sie gut durch Oberlichter oder Dach-fenster entweichen. Ebenfalls sinnvolle Varianten können Falt- oder Schiebetüren sein. Bei häufiger Abwesenheit ist auf jeden Fall eine automatische, von Temperaturfühlern gesteuerte Belüftung die bessere Wahl. Eine gute Belüftungsanlage kann auch mit dem Energiesystem und der Feuchtigkeitsregulierung im Haupthaus kombiniert werden.

Wie auch immer man sich den idealen Wintergarten vorstellt, sollte man sich erstmal bei der zuständigen Baubehörde erkundigen, ob es Einwände gibt. In den meisten Bundesländern müssen die Pläne beim zuständigen Bauamt eingereicht werden, das gegebenenfalls über die Baugenehmigung entscheidet. NH

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.