Bau- und Wohntrends 2011

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Flexibler Grundriss, einfache und schnörkellose Formen und mietfrei in den eigenen vier Wänden - so wollen Haus- und Wohnungseigentümer in diesem Jahr wohnen. Am liebsten ein Leben lang.

Trend 1: Immer flexibel wohnen

Häuser lassen sich den veränderten Bedürfnissen der Bewohner leicht anpassen, vor allem dann, wenn diese flexible Nutzung vorausschauend geplant war. Dann wird das Kinderzimmer zum Home Office umfunktioniert, die Einliegerwohnung an Verwandte oder Pflegekräfte vermietet, der kleine Anbau als Gästeherberge, Sauna oder Hobbyraum umgenutzt. Eigenheimbesitzer können diese Gestaltungsfreiheit genussvoll ausspielen, besonders im Alter steht der Wohnkomfort an erster Stelle. Der muss nicht teuer sein. Für alle Lebensumstände gerüstet sind Bauherren, die auf eine barrierefreie Architektur achten, wie Iris Laduch-Reichelt von der Bausparkasse BHW anmerkt: „Schwellenlose Übergänge, erweiterbare Türen und eine intelligente Technik steigern den Wiederverkaufswert des Hauses.“

Trend 2: Die Miete spar’ ich mir

14 Millionen Deutsche leben heute in einem Einpersonenhaushalt. Und bereits ein Viertel aller Wohneigentümer ist Single. Gerade Alleinlebende schätzen die eigene Immobilie zunehmend als Wertanlage: 21 Prozent der jungen Deutschen unter 30 Jahren sind bereits fest entschlossen, eine eigene Immobilie zu erwerben, so eine aktuelle Emnid-Umfrage. Die eigene Immobile ist zudem die beste Versicherung gegen die zu erwartende Wohnungsknappheit und steigende Mieten. „Wer als junger Mensch in eine Immobilie investiert, spart die Miete und schafft sich eine zukunftssichere Rente aus Stein“, sagt Rüdiger Grimmert von der BHW Bausparkasse.

Selbst junge Singles, die sich nicht auf einen Wohnort festlegen wollen, sind mit einer eigenen Immobilie gut beraten. Stimmt die Lage, kann sie leicht vermietet oder mit Gewinn veräußert werden.

Trend 3: Weniger ist für mich mehr

Bescheidenheit liegt im Trend, sachliche und klare Formen bestimmen aktuell die Architektur – ohne falsche Schnörkel und Zierrat. Klare Farben und Kontraste geben den Ton an. An den kubischen Baukörpern schätzen Freigeister insbesondere die großzügige Flächenaufteilung: „In den ausgedehnten Wohnräumen haben Individualisten maximale Gestaltungsfreiheit, breite Glasfronten vermitteln zusätzlich ein Gefühl der Weite“, sagt Iris Laduch-Reichelt. Auch in ökonomischer Hinsicht haben Anhänger der Würfel-Ästhetik den Durchblick: „Durch den konsequenten Einsatz großformatiger Bauelemente und den Verzicht auf verspielte Formen vermeiden Bauherren Wärmeverlust und sparen so Energie“, betont Anselm Kipp vom Bundesverband Deutscher Fertigbau. Viele Fertighaushersteller bieten Puristen mittlerweile eine breite Auswahl an Designhäusern an. NH

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