Neue Studie

Wohnungsmangel: Suche für Studenten besonders langwierig

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Viele Studenten verzweifeln an der Wohnungssuche.

Viele Studenten teilen dieses Leid: Die langwierige Wohnungssuche. Doch wo und wie lange wird eigentlich nach der passenden Unterkunft Ausschau gehalten?

Mit dem Studium beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der oft mit der ersten eigenen Wohnung einhergeht. Doch die Suche nach einer Bleibe in Universitätsnähe stellt sich meist als äußerst schwierig heraus. Schließlich gibt der Geldbeutel oft nicht so viel her, wie verlangt wird und auch die Lage muss stimmen. 

Wohnungssuche: Studenten suchen online

Uniplaces, das Online-Portal für die Vermittlung von Studentenunterkünften, hat in einer deutschlandweiten Studie mit 1.040 Befragten ermittelt, wo Studierende nach einer Wohnung suchen und wie lange es dauert bis sie fündig werden.

Laut Studienergebnissen ist der beliebteste Weg, an eine Wohnung zu kommen, über das Internet: Mit 52 Prozent sind es über die Hälfte der Studenten, die über Online- und Immobilienportale nach einer Bleibe suchen. An zweiter Stelle folgen der eigene Bekanntenkreis und die Familie als Vermittler (23 Prozent) der Unterkunft. Auch über das Studentenwerk (13 Prozent) werden einige Studierende fündig. In Zeitungsannoncen (5 Prozent), über soziale Netzwerke (4 Prozent) oder direkt auf der Internetseite des Anbieters (3 Prozent) suchen die wenigsten.

Wie lange brauchen Studenten bei der Wohnungssuche?

Studenten wird immer geraten, früh mit der Wohnungssuche zu beginnen – aus gutem Grund. Die Studie hat ergeben, dass 33 Prozent der Suchenden bis zu vier Wochen und 18 Prozent sogar mehr als drei Monate brauchen, um eine preiswerte Wohnung zu finden. Weitere 26 Prozent mussten ein bis zwei Monate auf eine passende Bleibe warten. Damit sind insgesamt 44 Prozent der Studenten mehr als einen Monat lang ohne Unterkunft. Immerhin 23 Prozent der Befragten bekommen nach wenigen Tagen einen Mietvertrag.

Als "studentenfreundlich" erwiesen sich laut Studie das Saarland (50 Prozent), Sachsen-Anhalt (37 Prozent) und Bayern (28 Prozent). Hier wurden Suchende besonders schnell fündig. Weniger Glück haben Studierende in Hamburg (36 Prozent), Schleswig-Holstein (37 Prozent) und Bremen (25 Prozent), die im Durchschnitt erst nach drei Monaten ihren ersten Mietvertrag unterzeichnen durften.

Hier finden Sie außerdem ein Ranking zu den teuersten Unistädten.

Auch interessant: Diese deutsche Universität schaffte es 2016 unter die Top 10 der besten Unis.

Von Franziska Kaindl 

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